Die Kla­ge­än­de­rung in der Revisionsinstanz

Eine Kla­ge­än­de­rung in der Revi­si­ons­in­stanz ist grund­sätz­lich unzulässig.

Die Kla­ge­än­de­rung in der Revisionsinstanz

Dem Klä­ger ist es daher pro­zess­recht­lich auch ver­wehrt, die Fest­stel­lung des Annah­me­ver­zugs in der Revi­si­ons­in­stanz auf die durch die (teil­wei­sen) Kla­ge- bzw. Rechts­mit­tel­rück­nah­men geschaf­fe­ne geän­der­te Sach­la­ge zu stüt­zen, da dies eine Kla­ge­än­de­rung dar­stellt, die in der Revi­si­ons­in­stanz unzu­läs­sig ist.

Eine Kla­ge­än­de­rung in der Revi­si­ons­in­stanz ist grund­sätz­lich unzu­läs­sig [1]. Einer der weni­gen Aus­nah­me­fäl­le liegt hier nicht vor. Ins­be­son­de­re han­delt es sich nicht um einen Fall, in dem die Ände­rung nur eine Beschrän­kung oder Modi­fi­ka­ti­on des frü­he­ren Antrags dar­stellt und sich auf einen Sach­ver­halt stützt, der vom Tatrich­ter bereits gewür­digt wor­den ist [2].

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 14. Dezem­ber 2020 – VI ZR 573/​20

  1. BGH, Urtei­le vom 17.11.2005 – IX ZR 8/​04, WM 2006, 592, 596 28; vom 18.09.1958 – II ZR 332/​56, BGHZ 28, 131, 13720[]
  2. vgl. BGH, Urtei­le vom 18.06.1998 – IX ZR 311/​95, NJW 1998, 2969, 297019; vom 28.09.1989 – IX ZR 180/​88, WM 1989, 1873, 1875 11[]

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