Die kon­klu­den­te Auf­rech­nungs­er­klä­rung – in der Kla­ge­er­wi­de­rung

Dar­in, dass die Beklag­ten sich zur Ver­tei­di­gung gegen die Kla­ge­for­de­rung auf die von ihnen gel­tend gemach­ten und im ein­zel­nen dar­ge­leg­ten Gegen­for­de­run­gen bezo­gen und die­se sogar expli­zit von der Kla­ge­for­de­rung abge­zo­gen haben, liegt eine kon­klu­den­te Auf­rech­nungs­er­klä­rung.

Die kon­klu­den­te Auf­rech­nungs­er­klä­rung – in der Kla­ge­er­wi­de­rung

Die Auf­rech­nung kann – wie jede Wil­lens­er­klä­rung – auch still­schwei­gend erklärt wer­den1.

Das Gericht darf sich daher nicht auf die Fest­stel­lung beschrän­ken, dass die Beklag­ten kei­ne aus­drück­li­che Auf­rech­nungs­er­klä­rung abge­ge­ben bezie­hungs­wei­se nicht den Aus­druck "Auf­rech­nung" benutzt haben. Viel­mehr muss das Gericht im Wege der Aus­le­gung prü­fen, ob dem Ver­tei­di­gungs­vor­brin­gen der Beklag­ten der Wil­le, eine Auf­rech­nung zu erklä­ren, zu ent­neh­men war2.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 16. März 2016 – VIII ZR 326/​14

  1. sie­he nur BGH, Urteil vom 26.01.2009 – II ZR 217/​07, BGHZ 179, 285 Rn. 6 mwN []
  2. vgl. BGH, Urteil vom 26.01.2009, aaO []