Die ladungs­fä­hi­ge Anschrift eines Woh­nungs­ei­gen­tü­mers

Teilt ein Woh­nungs­ei­gen­tü­mer sei­ne ladungs­fä­hi­ge Anschrift nicht oder falsch mit und miss­lingt sei­ne Ladung zu der Eigen­tü­mer­ver­samm­lung aus die­sem Grund ohne Ver­schul­den der Ver­wal­tung, muss er sich die unter­blie­be­ne Ladung als Fol­ge sei­ner Oblie­gen­heits­ver­let­zung zurech­nen las­sen; in der Ver­samm­lung gefass­te Beschlüs­se kön­nen dann nicht wegen der unter­blie­be­nen Ladung ange­foch­ten wer­den.

Die ladungs­fä­hi­ge Anschrift eines Woh­nungs­ei­gen­tü­mers

Aller­dings ist ein Woh­nungs­ei­gen­tü­mer zu der Eigen­tü­mer­ver­samm­lung nur dann wirk­sam gela­den, wenn ihm die Ladung zugeht (§ 130 Abs. 1 Satz 1 BGB) 1. Unter­bleibt die Ladung ein­zel­ner Woh­nungs­ei­gen­tü­mer, kann dies zur Anfecht­bar­keit der gefass­ten Beschlüs­se füh­ren 2.Teilt ein Woh­nungs­ei­gen­tü­mer sei­ne ladungs­fä­hi­ge Anschrift aber nicht oder falsch mit und miss­lingt sei­ne Ladung zu der Eigen­tü­mer­ver­samm­lung aus die­sem Grund ohne Ver­schul­den der Ver­wal­tung, muss er sich die unter­blie­be­ne Ladung als Fol­ge sei­ner Oblie­gen­heits­ver­let­zung zurech­nen las­sen; in der Ver­samm­lung gefass­te Beschlüs­se kön­nen dann nicht wegen der unter­blie­be­nen Ladung ange­foch­ten wer­den 3, und zwar auch nicht durch ande­re Woh­nungs­ei­gen­tü­mer.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 5. Juli 2013 – V ZR 241/​12

  1. Mer­le in Bär­mann, aaO, § 24 Rn. 34 mwN[]
  2. BGH, Urteil vom 20.07.2012 – V ZR 235/​11, NJW 2012, 3571 Rn. 5 ff.; Beschluss vom 23.09.1999 – V ZB 17/​99, BGHZ 142, 290, 294 f.[]
  3. Elzer in Jen­ni­ßen, WEG, 3. Aufl., § 24 Rn. 92; Timme/​Steinmeyer, WEG, § 24 Rn. 90; Mer­le in Bär­mann, aaO, § 24 Rn. 35; ders., ZWE 2001, 196, 197[]