Die Leh­re­rin als Buch­au­torin – Pran­ger für Grund­schü­ler

Die öffent­li­che Bekannt­ga­be der von einem nament­lich benann­ten Kind in der Grund­schu­le gezeig­ten kon­kre­ten Ver­hal­tens­wei­sen und Fähig­kei­ten beein­träch­tigt des­sen all­ge­mei­nes Per­sön­lich­keits­recht in sei­ner Aus­prä­gung als Recht auf unge­stör­te kind­ge­mä­ße Ent­wick­lung. Die durch die Preis­ga­be nicht in die Öffent­lich­keit gehö­ren­der Lebens­sach­ver­hal­te bewirk­te Per­sön­lich­keits­rechts­ver­let­zung ent­fällt nicht dadurch, dass sich der Ver­letz­te oder sein Erzie­hungs­be­rech­tig­ter nach der Ver­let­zung eben­falls zu den offen­bar­ten Umstän­den äußert.

Die Leh­re­rin als Buch­au­torin – Pran­ger für Grund­schü­ler

Der Schü­le­rin ste­hen daher gegen ihre (ehe­ma­li­ge) Leh­re­rin (hier: der Ehe­frau eines ehe­ma­li­gen Ber­li­ner Finanz­se­na­tors und spä­te­ren Bun­des­bank-Vor­stands) ent­spre­chen­de Unter­las­sungs­an­sprü­che aus § 823 Abs. 1, § 1004 Abs. 1 Satz 2 BGB ana­log i.V.m. Art. 2 Abs. 1, Art. 1 Abs. 1 GG zu. Die Ver­öf­fent­li­chung und Ver­brei­tung des Buches "Hexen­jagd – Mein Schul­dienst in Ber­lin", in dem der fehl­ge­schla­ge­ne Ver­such der Grund­schü­le­rin , eine Klas­se zu über­sprin­gen, in iden­ti­fi­zie­ren­der Wei­se geschil­dert und die­se unter Schil­de­rung nähe­rer Beleg­tat­sa­chen als unrei­fe und ihren Mit­schü­le­rin­nen sozi­al unter­le­ge­ne "Möch­te­gern­über­sprin­ge­rin" dar­ge­stellt wird, ver­let­zen die Grund­schü­le­rin in ihrem all­ge­mei­nen Per­sön­lich­keits­recht.

Die die Grund­schü­le­rin iden­ti­fi­zie­ren­de Dar­stel­lung der Ereig­nis­se im Zusam­men­hang mit ihrem miss­glück­ten Ver­such, die zwei­te Klas­se zu über­sprin­gen, in dem von der Grund­schul­leh­re­rin ver­fass­ten Buch in den Schutz­be­reich des all­ge­mei­nen Per­sön­lich­keits­rechts der Grund­schü­le­rin ein­greift. Betrof­fen ist zum einen das Recht auf infor­ma­tio­nel­le Selbst­be­stim­mung, das dem Ein­zel­nen die Befug­nis gibt, grund­sätz­lich selbst dar­über zu ent­schei­den, ob, wann und inner­halb wel­cher Gren­zen per­sön­li­che Lebens­sach­ver­hal­te offen­bart wer­den 1. Betrof­fen ist dar­über hin­aus das Recht der min­der­jäh­ri­gen Grund­schü­le­rin auf unge­hin­der­te Ent­fal­tung ihrer Per­sön­lich­keit und unge­stör­te kind­ge­mä­ße Ent­wick­lung 2. Kin­der bedür­fen eines beson­de­ren Schut­zes, weil sie sich erst zu eigen­ver­ant­wort­li­chen Per­so­nen ent­wi­ckeln müs­sen. Ihre Per­sön­lich­keits­ent­fal­tung kann dadurch, dass per­sön­li­che Ange­le­gen­hei­ten zum Gegen­stand öffent­li­cher Erör­te­rung gemacht wer­den, wesent­lich emp­find­li­cher gestört wer­den als die von Erwach­se­nen 3. Das Recht jedes Kin­des auf unge­hin­der­te Ent­wick­lung zur Per­sön­lich­keit – auf "Per­son wer­den" – umfasst dabei sowohl die Pri­vat­sphä­re als auch die kind­ge­mä­ße Ent­wick­lung und Ent­fal­tung in der Öffent­lich­keit 4. Der kon­kre­te Umfang des Rechts des Kin­des auf unge­stör­te kind­li­che Ent­wick­lung ist vom Schutz­zweck her unter Berück­sich­ti­gung der Ent­wick­lungs­pha­sen des Kin­des zu bestim­men 5.

Der Ein­griff in das all­ge­mei­ne Per­sön­lich­keits­recht der Grund­schü­le­rin ist rechts­wid­rig. Das Inter­es­se der Grund­schü­le­rin am Schutz ihrer Per­sön­lich­keit über­wiegt das von Ver­le­ge­rin und Autorin ver­folg­te Infor­ma­ti­ons­in­ter­es­se der Öffent­lich­keit und ihr Recht auf Mei­nungs­frei­heit.

Wegen der Eigen­art des Per­sön­lich­keits­rechts als eines Rah­men­rechts liegt sei­ne Reich­wei­te nicht abso­lut fest, son­dern muss erst durch eine Abwä­gung der wider­strei­ten­den grund­recht­lich geschütz­ten Belan­ge bestimmt wer­den, bei der die beson­de­ren Umstän­de des Ein­zel­falls sowie die betrof­fe­nen Grund­rech­te und Gewähr­leis­tun­gen der Euro­päi­schen Men­schen­rechts­kon­ven­ti­on inter­pre­ta­ti­ons­lei­tend zu berück­sich­ti­gen sind. Der Ein­griff in das Per­sön­lich­keits­recht ist nur dann rechts­wid­rig, wenn das Schutz­in­ter­es­se des Betrof­fe­nen die schutz­wür­di­gen Belan­ge der ande­ren Sei­te über­wiegt 6.

Im Streit­fall ist das durch Art. 2 Abs. 1, Art. 1 Abs. 1 GG, Art. 8 Abs. 1 EMRK gewähr­leis­te­te Inter­es­se der Grund­schü­le­rin am Schutz ihrer Per­sön­lich­keit mit dem in Art. 5 Abs. 1 GG, Art. 10 Abs. 1 EMRK ver­an­ker­ten Recht der Ver­le­ge­rin und der Autorin auf Mei­nungs­frei­heit abzu­wä­gen 7. Auf die in Art. 5 Abs. 3 GG gewähr­leis­te­te Kunst­frei­heit kön­nen sich die Bekla­gen dage­gen nicht beru­fen. Das Buch fällt nicht in den Schutz­be­reich die­ses Grund­rechts.

Der von Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG geschütz­te Lebens­be­reich "Kunst" ist durch die vom Wesen der Kunst gepräg­ten, ihr allein eige­nen Struk­tur­merk­ma­le zu bestim­men. Wie weit danach die Kunst­frei­heits­ga­ran­tie der Ver­fas­sung reicht und was sie im Ein­zel­nen bedeu­tet, lässt sich nicht durch einen für alle Äuße­rungs­for­men künst­le­ri­scher Betä­ti­gung und für alle Kunst­gat­tun­gen glei­cher­ma­ßen gül­ti­gen all­ge­mei­nen Begriff umschrei­ben. Die Schwie­rig­keit, Kunst zu defi­nie­ren, ent­bin­det indes­sen nicht von der ver­fas­sungs­recht­li­chen Pflicht, bei der kon­kre­ten Rechts­an­wen­dung zu ent­schei­den, ob die Vor­aus­set­zun­gen des Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG vor­lie­gen, und zu die­sem Zweck die Grund­an­for­de­run­gen künst­le­ri­scher Tätig­keit fest­zu­le­gen 8. Dabei ist im Inter­es­se des Schut­zes künst­le­ri­scher Selbst­be­stim­mung von einem wei­ten Kunst­be­griff aus­zu­ge­hen 9. Ein Kunst­werk ist jeden­falls dann gege­ben, wenn es sich um eine freie schöp­fe­ri­sche Gestal­tung han­delt, in der Ein­drü­cke, Erfah­run­gen und Erleb­nis­se des Künst­lers durch das Medi­um einer bestimm­ten For­men­spra­che zur Anschau­ung gebracht wer­den 10. Schil­dert der Autor eines Werks tat­säch­li­che Bege­ben­hei­ten und/​oder exis­tie­ren­de Per­so­nen, kommt es dar­auf an, ob er die­se Wirk­lich­keit künst­le­risch gestal­tet bzw. eine neue ästhe­ti­sche Wirk­lich­keit schafft. Letz­te­res liegt nahe, wenn der Autor tat­säch­li­che und fik­ti­ve Schil­de­run­gen ver­mengt und kei­nen Fak­ti­zi­täts­an­spruch erhebt. Erschöpft sich der Text dage­gen in einer repor­ta­ge­haf­ten Schil­de­rung eines rea­len Gesche­hens und besitzt er kei­ne zwei­te Ebe­ne hin­ter der rea­lis­ti­schen Ebe­ne, so fällt er nicht in den Schutz­be­reich des Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG 11.

Nach die­sen Grund­sät­zen ist das von der Grund­schul­leh­re­rin ver­fass­te Buch nicht als Kunst im Sin­ne des Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG zu qua­li­fi­zie­ren. Es han­delt es um einen rei­nen Tat­sa­chen­be­richt, mit dem die Autorin kei­ne gegen­über der rea­len Wirk­lich­keit ver­selb­stän­dig­te ästhe­ti­sche Wirk­lich­keit geschaf­fen oder ange­strebt hat. Die Autorin erhebt viel­mehr aus­drück­lich einen Fak­ti­zi­täts­an­spruch. In ihrem Vor­wort weist sie dar­auf hin, dass sie in ers­ter Linie Miss­stän­de im Schul­sys­tem auf­de­cken wol­le und aus­schließ­lich Gescheh­nis­se in ihr Buch auf­ge­nom­men habe, die sich tat­säch­lich ereig­net hät­ten und die sie bele­gen kön­ne.

Die Abwä­gung zwi­schen dem Inter­es­se der Grund­schü­le­rin am Schutz ihrer Per­sön­lich­keit und dem in Art. 5 Abs. 1 GG, Art. 10 Abs. 1 EMRK ver­an­ker­ten Recht der Ver­le­ge­rin und der Autorin auf Mei­nungs­frei­heit fällt zuguns­ten der Grund­schü­le­rin aus. Der durch die iden­ti­fi­zie­ren­de Bericht­erstat­tung bewirk­te Ein­griff in ihr all­ge­mei­nes Per­sön­lich­keits­recht ist erheb­lich. Im Zeit­punkt der Ver­öf­fent­li­chung des Buches befand sich die Grund­schü­le­rin in einer beson­ders schutz­wür­di­gen Pha­se ihrer Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung. Sie war 12 Jah­re alt, gera­de in die sieb­te Klas­se einer wei­ter­füh­ren­den Schu­le gekom­men und befand sich kurz vor oder schon in der Puber­tät. Die Bekannt­ga­be kon­kre­ter, in der Grund­schu­le gezeig­ter Ver­hal­tens­wei­sen (Mau­le­rei­en, Belei­digt­sein, Wei­nen, wenn etwas nicht gelingt) und die kon­kre­te Beschrei­bung ihrer angeb­lich noch unzu­rei­chen­den Schreib, Lese- und Rechen­fä­hig­kei­ten, die die Grund­schul­leh­re­rin als Beleg für die von ihr behaup­te­te sozia­le, emo­tio­na­le und leis­tungs­mä­ßi­ge Über­for­de­rung der Grund­schü­le­rin in der drit­ten Klas­se anführt, beein­träch­ti­gen eben­so wie die zusam­men­fas­sen­de, abwer­ten­de Bezeich­nung der Grund­schü­le­rin als "Möch­te­gern­über­sprin­ge­rin" deren Recht auf unge­stör­te kind­ge­mä­ße Ent­wick­lung in erheb­li­chem Maße. Ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Beru­fungs­ge­richts kann eine erheb­li­che Beein­träch­ti­gung des Per­sön­lich­keits­rechts der Grund­schü­le­rin durch die Bekannt­ga­be kon­kre­ter schu­li­scher Ver­hal­tens­wei­sen und die Beschrei­bung ihrer Fähig­kei­ten nicht mit der Begrün­dung ver­neint wer­den, es lie­ge "in der Natur der Sache", dass die Grund­schü­le­rin von der Grund­schul­leh­re­rin inhalt­lich anders dar­ge­stellt wer­de als in dem von ihrer Mut­ter ver­an­lass­ten Pres­se­be­richt. Denn die Dar­stel­lung der Grund­schü­le­rin ist geeig­net, ihre Ent­wick­lung zur und ihre Ent­fal­tung als Per­sön­lich­keit nach­hal­tig zu behin­dern. Die Grund­schü­le­rin muss­te befürch­ten, dass die mit kon­kre­ten Ein­zel­hei­ten beleg­te Dar­stel­lung ihrer Per­son als sozi­al und emo­tio­nal unrei­fe "Möch­te­gern­über­sprin­ge­rin" Per­so­nen in ihrem nahen Umfeld bekannt wird und von die­sen als Grund­la­ge zur Beur­tei­lung ihrer Per­son genom­men wird. Sie muss­te dar­über hin­aus gewär­ti­gen, das Ziel von Anfein­dun­gen oder Hän­se­lei­en – etwa von Mit­schü­lern – zu wer­den. Bereits die­se berech­tig­ten Befürch­tun­gen der Grund­schü­le­rin genü­gen, um eine Beein­träch­ti­gung ihres Rechts auf unge­stör­te kind­ge­mä­ße Ent­wick­lung zu beja­hen. Ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Beru­fungs­ge­richts kommt es nicht dar­auf an, ob die Dar­stel­lung der Grund­schü­le­rin tat­säch­lich von ihrem Umfeld zur Kennt­nis genom­men wor­den ist. Denn der Fest­stel­lung kon­kre­ter Beein­träch­ti­gun­gen für die Per­sön­lich­keits­ent­fal­tung des Min­der­jäh­ri­gen oder zu einer Gefähr­dung sei­nes Wohls bedarf es für die Annah­me einer Beein­träch­ti­gung des Rechts auf kind­ge­mä­ße Ent­wick­lung nicht 12.

In die­sem Zusam­men­hang ist wei­ter­hin zu berück­sich­ti­gen, dass die von der Grund­schul­leh­re­rin preis­ge­ge­be­nen Infor­ma­tio­nen über die Grund­schü­le­rin auch des­halb einen gestei­ger­ten Schutz vor einer Bekannt­ga­be an die Öffent­lich­keit genie­ßen, weil sie von der – sowohl ver­be­am­te­te als auch ange­stell­te Leh­rer tref­fen­den – Ver­schwie­gen­heits­pflicht umfasst sind (§ 37 BeamtStG, § 3 Abs. 2 Tarif­ver­trag der Län­der; vgl. DIJuF-Rechts­gut­ach­ten vom 21.03.2012 – J 7.250 Sm, JAmt 2012, 266 f.; Schütz/​Maiwald, Beam­ten­recht des Bun­des und der Län­der, § 37 BeamtStG Rn. 7 [Stand: März 2009]). Die dar­ge­stell­ten Ver­hal­tens­wei­sen und Fähig­kei­ten der Grund­schü­le­rin hat die­se näm­lich im Schul­ver­hält­nis gegen­über ihrer Klas­sen­leh­re­rin, ande­ren Leh­rern oder gegen­über Mit­schü­lern gezeigt; die Grund­schul­leh­re­rin hat Kennt­nis von die­sen Umstän­den allein auf­grund ihrer dienst­li­chen Tätig­keit als Leh­re­rin erlangt.

Die Grund­schul­leh­re­rin hät­te ihr Inter­es­se an einer Rich­tig­stel­lung der angeb­lich unzu­tref­fen­den Zei­tungs­be­rich­te und an einer Dar­stel­lung der Vor­komm­nis­se an den Schu­len in B. dage­gen ohne ernst­li­che Ein­schrän­kun­gen auch dann ver­fol­gen kön­nen, wenn sie die Grund­schü­le­rin anony­mi­siert hät­te 13. Ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Beru­fungs­ge­richts waren die mit­ge­teil­ten Infor­ma­tio­nen über die Grund­schü­le­rin auch nicht bereits vor der Ver­öf­fent­li­chung des Buches einer brei­ten Öffent­lich­keit bekannt und präg­ten die Sicht auf sie. Auf­grund der Bericht­erstat­tung in den Medi­en im Novem­ber 2008 und Janu­ar 2011 war allen­falls bekannt gewor­den, dass eine Toch­ter von A. X. an der Grund­schu­le der Grund­schul­leh­re­rin die zwei­te Klas­se über­sprin­gen soll­te und die Grund­schul­leh­re­rin die­ses Ziel nicht ermög­licht hat. Nicht bekannt waren hin­ge­gen die von der Grund­schul­leh­re­rin im Ein­zel­nen dar­ge­stell­ten schu­li­schen Ver­hal­tens­wei­sen und die Schreib, Lese- und Rechen­fä­hig­kei­ten der Grund­schü­le­rin. Eben­so wenig war ihr vol­ler oder abge­kürz­ter Vor­na­me bekannt gewor­den. Es kann dahin­ge­stellt blei­ben, ob der Vor­na­me einer Zweit- bzw. Dritt­kläss­le­rin, deren Nach­na­me und Grund­schu­le bekannt sind, über­haupt ohne wei­te­res recher­chiert wer­den kann. Selbst wenn dies einem Teil der Leser der Arti­kel gelun­gen ist, hät­te die Grund­schü­le­rin ihre Anony­mi­tät dadurch noch nicht ver­lo­ren. Denn durch die Ver­öf­fent­li­chung des Buches ist der Kreis der­je­ni­gen Per­so­nen, die Kennt­nis vom Vor­na­men der Grund­schü­le­rin hat­ten, erheb­lich erwei­tert wor­den 14. Anders als in den vom Bun­des­ge­richts­hof am 5.11.2013 und 29.04.2014 ent­schie­de­nen Fäl­len 15 füg­te die vor­lie­gend ange­grif­fe­ne Dar­stel­lung der Grund­schü­le­rin dem – allen­falls – in der Öffent­lich­keit vor­han­de­nen Kennt­nis­stand in zwei­fa­cher Hin­sicht etwas Neu­es hin­zu. Zum einen wur­de der noch nicht bekann­te Vor­na­me der Grund­schü­le­rin preis­ge­ge­ben; zum ande­ren wur­den kon­kre­te – von der Grund­schü­le­rin in der Grund­schu­le gezeig­te – Ver­hal­tens­wei­sen und Fähig­kei­ten bekannt gemacht und ihre schu­li­sche Ent­wick­lung auf­ge­zeigt. Die iden­ti­fi­zie­ren­de Dar­stel­lung der Grund­schü­le­rin im Buch der Ver­le­ge­rin und der Autorin/​Grundschullehrerin hat­te damit ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Beru­fungs­ge­richts einen eigen­stän­di­gen Ver­let­zungs­ge­halt 16.

Ent­ge­gen der Auf­fas­sung der Revi­si­ons­er­wi­de­rung kommt es auch nicht dar­auf an, ob sich die Mut­ter der Grund­schü­le­rin im Anschluss an die Ver­öf­fent­li­chung des Buches öffent­lich zu den Vor­gän­gen geäu­ßert und die von der Grund­schul­leh­re­rin berich­te­ten Infor­ma­tio­nen bestä­tigt hat. Denn eine durch die Preis­ga­be nicht in die Öffent­lich­keit gehö­ren­der Lebens­sach­ver­hal­te bewirk­te Per­sön­lich­keits­rechts­ver­let­zung ent­fällt nicht dadurch, dass sich der Ver­letz­te oder sein Erzie­hungs­be­rech­tig­ter nach der Ver­let­zung eben­falls zu den offen­bar­ten Umstän­den äußert 17.

Die Grund­schü­le­rin kann auf­grund der auf­ge­zeig­ten Rechts­ver­let­zung von Ver­le­ge­rin und Autorin/​Grundschullehrerin nicht nur Unter­las­sung der Ver­öf­fent­li­chung und Ver­brei­tung der ers­ten Auf­la­ge des Buches, son­dern auch aller wei­te­ren Auf­la­gen des­sel­ben und des eBooks ver­lan­gen, wenn die Grund­schü­le­rin dar­in als Toch­ter und/​oder Kind der A…. X. bezeich­net wird und dies so geschieht wie in dem als Anla­ge K 1 vor­ge­leg­ten Buch­aus­druck. Denn der rechts­wid­ri­ge Ein­griff in das all­ge­mei­ne Per­sön­lich­keits­recht der Grund­schü­le­rin liegt dar­in, dass in dem von der Grund­schul­leh­re­rin ver­fass­ten und von der Ver­le­ge­rin ver­trie­be­nen Buch die von der Grund­schü­le­rin in der Grund­schu­le gezeig­ten Ver­hal­tens­wei­sen (Mau­le­rei­en, Belei­digt­sein, Wei­nen, wenn ihr etwas nicht gelingt) und ihre angeb­lich unzu­rei­chen­den Schreib, Lese- und Rechen­fä­hig­kei­ten in iden­ti­fi­zie­ren­der Wei­se geschil­dert wer­den. Wie das Beru­fungs­ge­richt zutref­fend ange­nom­men hat und die Revi­si­ons­er­wi­de­rung nicht ernst­haft in Fra­ge stellt, war die Grund­schü­le­rin auch ohne die Anga­be ihres vol­len oder abge­kürz­ten Namens auf­grund der mit­ge­teil­ten Umstän­de (Name der Mut­ter, Bezeich­nung der Grund­schü­le­rin als deren Toch­ter, Name der Schu­le, Anga­be der Klas­se und der für einen nicht uner­heb­li­chen Per­so­nen­kreis iden­ti­fi­zier­bar. Die Iden­ti­fi­zier­bar­keit ist näm­lich bereits dann gege­ben, wenn eine Per­son ohne nament­li­che Nen­nung zumin­dest für einen Teil des Leser- oder Adres­sa­ten­krei­ses auf­grund der gemach­ten Anga­ben hin­rei­chend erkenn­bar wird. Es kann die Wie­der­ga­be von Teil­in­for­ma­tio­nen genü­gen, aus denen sich die Iden­ti­tät für die sach­lich inter­es­sier­te Leser­schaft ohne wei­te­res ergibt oder mühe­los ermit­teln lässt 18.

Vor­lie­gend waren die mit­ge­teil­ten Infor­ma­tio­nen über die Grund­schü­le­rin nicht bereits vor der Ver­öf­fent­li­chung des Buches einer brei­ten Öffent­lich­keit bekannt und präg­ten die Sicht auf sie. Wie oben bereits auf­ge­führt, war auf­grund der Bericht­erstat­tung in den Medi­en im Novem­ber 2008 und Janu­ar 2011 allen­falls bekannt gewor­den, dass eine Toch­ter von A. X. an der Grund­schu­le der Grund­schul­leh­re­rin die zwei­te Klas­se über­sprin­gen soll­te und die Grund­schul­leh­re­rin die­ses Ziel nicht ermög­licht hat. Nicht bekannt waren hin­ge­gen das kon­kre­te schu­li­sche Ver­hal­ten der Grund­schü­le­rin und ihr Leis­tungs­stand, mit denen die Grund­schul­leh­re­rin die angeb­li­che sozia­le, emo­tio­na­le und leis­tungs­mä­ßi­ge Über­for­de­rung der Grund­schü­le­rin in der drit­ten Klas­se begrün­det hat.

Die für den Unter­las­sungs­an­spruch erfor­der­li­che Wie­der­ho­lungs­ge­fahr ist gege­ben. Sie wird auf­grund der erfolg­ten Rechts­ver­let­zung ver­mu­tet 19. Die­se Ver­mu­tung haben die Ver­le­ge­rin und die buch­schrei­ben­de Grund­schul­leh­re­rin nicht ent­kräf­tet. Sie ist ins­be­son­de­re nicht durch die von der Ver­le­ge­rin und der Grund­schul­leh­re­rin abge­ge­be­ne straf­be­wehr­te Unter­las­sungs­er­klä­rung ent­fal­len. Denn Gegen­stand die­ser Erklä­rung ist ledig­lich die Ver­wen­dung des voll­stän­di­gen oder abge­kürz­ten Namens der Grund­schü­le­rin, nicht hin­ge­gen die Mit­tei­lung ande­rer Umstän­de, durch die die Grund­schü­le­rin erkenn­bar gemacht wird.

Die Unter­las­sungs­ver­pflich­tung der Ver­le­ge­rin und der Autorin/​Grundschullehrerin in Bezug auf die ers­te Auf­la­ge des Druckerzeug­nis­ses "Hexen­jagd – Mein Schul­dienst in Ber­lin" ist nicht des­halb erlo­schen, weil ihnen die Erfül­lung ihrer Unter­las­sungs­ver­pflich­tung unmög­lich wäre. Sie zei­gen kei­nen in den Tat­sa­chen­in­stan­zen über­gan­ge­nen Sach­vor­trag auf, wonach das Buch auf dem Markt nicht mehr erhält­lich wäre. Der neue und von der Grund­schü­le­rin bestrit­te­ne Vor­trag der Ver­le­ge­rin und der Autorin/​Grundschullehrerin in der Revi­si­ons­in­stanz, wonach die ers­te Auf­la­ge nicht mehr lie­fer­bar sei, ist im Revi­si­ons­ver­fah­ren nicht zu berück­sich­ti­gen 20.

Die Ver­le­ge­rin ist von ihrer Unter­las­sungs­ver­pflich­tung auch nicht hin­sicht­lich sol­cher Exem­pla­re ent­bun­den, die bereits an den Buch­han­del aus­ge­lie­fert wur­den. Nach der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs erschöpft sich die Ver­pflich­tung zur Unter­las­sung einer Hand­lung, durch die – wie im Streit­fall – ein fort­dau­ern­der Stö­rungs­zu­stand geschaf­fen wur­de, nicht in blo­ßem Nichts­tun. Viel­mehr umfasst sie auch die Vor­nah­me mög­li­cher und zumut­ba­rer Hand­lun­gen zur Besei­ti­gung der Stö­rungs­quel­le, wenn allein dadurch dem Unter­las­sungs­ge­bot Fol­ge geleis­tet wer­den kann 21. Dem­entspre­chend hat der Unter­las­sungs­schuld­ner, um bestehen­de Gefah­ren­la­gen zu besei­ti­gen und künf­ti­ge Ver­let­zun­gen zu ver­hin­dern, erfor­der­li­chen­falls auf Drit­te ein­zu­wir­ken, wenn und soweit er auf die­se – recht­lich oder tat­säch­lich – Ein­fluss neh­men kann 22.

Die Gel­tend­ma­chung der Unter­las­sungs­an­sprü­che durch die Grund­schü­le­rin ist weder rechts­miss­bräuch­lich noch ver­stößt sie gegen das Schi­ka­ne­ver­bot (§ 226 BGB). Die Rechts­ver­fol­gung dient ersicht­lich der Wah­rung der Rech­te der Grund­schü­le­rin, ins­be­son­de­re ihres Rechts auf unge­stör­te kind­li­che Ent­wick­lung; sie ist nicht dar­auf gerich­tet, der Ver­le­ge­rin oder ihrer (ehe­ma­li­gen) Grund­schul­leh­re­rin Scha­den zuzu­fü­gen.

Auf­grund der auf­ge­zeig­ten Rechts­ver­let­zung steht der Grund­schü­le­rin gegen die Ver­le­ge­rin und ihre (ehe­ma­li­ge) Grund­schul­leh­re­rin dar­über hin­aus ein auf die Erstat­tung der ihr ent­stan­de­nen Rechts­ver­fol­gungs­kos­ten gerich­te­ter Scha­dens­er­satz­an­spruch aus § 823 Abs. 1 BGB zu. Die Ein­schal­tung eines Rechts­an­walts war zur Wahr­neh­mung der Rech­te der Grund­schü­le­rin not­wen­dig. Die Bemes­sung der Höhe die­ses Scha­dens­er­satz­an­spruchs auf der Grund­la­ge eines Gegen­stands­werts von 30.000 € und eines Gebüh­ren­sat­zes von 1, 3 gemäß § 14 Abs. 1 RVG, Nr. 2300 RVG-VV ist für den Bun­des­ge­richts­hof recht­lich nicht zu bean­stan­den.

Dage­gen ver­neint der Bun­des­ge­richts­hof einen Unter­las­sungs­an­spruch der Grund­schü­le­rin, soweit die­ser auf das Ver­bot gerich­tet ist, die Grund­schü­le­rin in der Öffent­lich­keit und/​oder in Bezug auf das Buch in iden­ti­fi­zie­ren­der Wei­se zu bezeich­nen. Wie das Land­ge­richt zutref­fend aus­ge­führt hat, fehlt es an der für einen Unter­las­sungs­an­spruch erfor­der­li­chen Bege­hungs­ge­fahr. Nach den Fest­stel­lun­gen des Land­ge­richts ist es unstrei­tig, dass es in der Ver­gan­gen­heit nicht zu einer ent­spre­chen­den Rechts­ver­let­zung gekom­men ist. Dass die Grund­schul­leh­re­rin, wie die Grund­schü­le­rin aus­weis­lich der tat­be­stand­li­chen Fest­stel­lun­gen im Beru­fungs­ur­teil mit der Beru­fung gel­tend gemacht hat, anläss­lich einer Buch­vor­stel­lung aus­führ­lich über den Fall der Grund­schü­le­rin berich­tet hat, was den inter­es­sier­ten Zuhö­rer zum Kauf des Buchs bewe­gen und dadurch zur Iden­ti­fi­zie­rung der Grund­schü­le­rin füh­ren kön­ne, genügt nicht. Die­ses Ver­hal­ten gibt kei­nen Anlass zu der Befürch­tung, dass sich die Grund­schul­leh­re­rin zukünf­tig im Rah­men von Buch­vor­stel­lun­gen nicht auf die abs­trak­te Schil­de­rung des Falls beschrän­ken, son­dern die Grund­schü­le­rin in iden­ti­fi­zier­ba­rer Wei­se damit in Ver­bin­dung brin­gen wird. Wei­ter­ge­hen­den, von der Grund­schü­le­rin in den Tat­sa­chen­in­stan­zen gehal­te­nen Sach­vor­trag, dem eine kon­kre­te Bege­hungs­ge­fahr zu ent­neh­men wäre, zeigt die Revi­si­on nicht auf.

Der Grund­schü­le­rin steht auch kein Anspruch auf Zah­lung einer Geld­ent­schä­di­gung zu.

Nach der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs begrün­det die schuld­haf­te Ver­let­zung des all­ge­mei­nen Per­sön­lich­keits­rechts einen Anspruch auf eine Geld­ent­schä­di­gung, wenn es sich um einen schwer­wie­gen­den Ein­griff han­delt und die Beein­träch­ti­gung nicht in ande­rer Wei­se befrie­di­gend auf­ge­fan­gen wer­den kann. Ob eine so schwer­wie­gen­de Ver­let­zung des Per­sön­lich­keits­rechts vor­liegt, dass die Zah­lung einer Geld­ent­schä­di­gung erfor­der­lich ist, kann nur auf­grund der gesam­ten Umstän­de des Ein­zel­falls beur­teilt wer­den. Hier­bei sind ins­be­son­de­re die Bedeu­tung und Trag­wei­te des Ein­griffs, Anlass und Beweg­grund des Han­deln­den sowie der Grad sei­nes Ver­schul­dens zu berück­sich­ti­gen 23. Bei der gebo­te­nen Gesamt­wür­di­gung ist auch ein erwirk­ter Unter­las­sungs­ti­tel zu berück­sich­ti­gen; der Titel und die mit ihm ver­bun­de­nen Voll­stre­ckungs­mög­lich­kei­ten kön­nen den Geld­ent­schä­di­gungs­an­spruch beein­flus­sen und im Zwei­fel sogar aus­schlie­ßen 24. Denn die Zubil­li­gung einer Geld­ent­schä­di­gung im Fall einer schwe­ren Per­sön­lich­keits­rechts­ver­let­zung fin­det ihre sach­li­che Berech­ti­gung in dem Gedan­ken, dass ohne einen sol­chen Anspruch Ver­let­zun­gen der Wür­de und Ehre des Men­schen häu­fig ohne Sank­ti­on blie­ben mit der Fol­ge, dass der Rechts­schutz der Per­sön­lich­keit ver­küm­mern wür­de 25.

Nach die­sen Grund­sät­zen ist die Zah­lung einer Geld­ent­schä­di­gung nicht erfor­der­lich. Zwar ist der Ein­griff in das Recht der Grund­schü­le­rin auf unge­hin­der­te Ent­fal­tung ihrer Per­sön­lich­keit und unge­stör­te kind­ge­mä­ße Ent­wick­lung erheb­lich. Der Bun­des­ge­richts­hof hat auch unter­stellt, dass das Buch im Febru­ar 2013 im Reli­gi­ons­un­ter­richt der Grund­schü­le­rin zwei­mal bespro­chen wur­de und die Grund­schü­le­rin aus Angst davor, dass ihre Mit­schü­ler Kennt­nis von den sie betref­fen­den Pas­sa­gen des Buches erlan­gen wür­den, im zeit­li­chen Zusam­men­hang unter Kopf- und Bauch­schmer­zen litt. Auf der ande­ren Sei­te ist zu berück­sich­ti­gen, dass der rechts­wid­ri­ge Ein­griff nicht gegen die Grund­la­gen ihrer Per­sön­lich­keit gerich­tet ist; er trifft sie nicht im Kern ihrer Per­sön­lich­keit. Die mit ihm ver­bun­de­nen Beein­träch­ti­gun­gen kön­nen befrie­di­gend durch den von ihr im vor­lie­gen­den Ver­fah­ren erwirk­ten Unter­las­sungs­ti­tel und das Ord­nungs­mit­tel­ver­fah­ren auf­ge­fan­gen wer­den. Wie unter I. 4. aus­ge­führt umfasst die Ver­pflich­tung der Ver­le­ge­rin und der Autorin/​Grundschullehrerin zur Unter­las­sung auch die Pflicht, die von ihnen geschaf­fe­ne Stö­rungs­quel­le im Rah­men des Mög­li­chen und Zumut­ba­ren zu besei­ti­gen und künf­ti­ge Rechts­ver­let­zun­gen zu ver­hin­dern. Hier­durch erlangt die Grund­schü­le­rin hin­rei­chend Genug­tu­ung.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 15. Sep­tem­ber 2015 – VI ZR 175/​14

  1. vgl. BGH, Urtei­le vom 29.04.2014 – VI ZR 137/​13, AfP 2014, 325 Rn. 9; vom 30.09.2014 – VI ZR 490/​12, AfP 2014, 534, 536; vom 13.01.2015 – VI ZR 386/​13, VersR 2015, 336 Rn. 9, jeweils mwN[]
  2. vgl. BGH, Urtei­le vom 05.11.2013 – VI ZR 304/​12, BGHZ 198, 346 Rn. 17 mwN; BVerfGK 8, 173, 175; BVerfG, NJW 2000, 2191, 2192; AfP 2003, 537[]
  3. vgl. BGH, Urtei­le vom 05.11.2013 – VI ZR 304/​12, BGHZ 198, 346, Rn. 17; vom 29.04.2014 – VI ZR 137/​13, AfP 2014, 325 Rn. 9; BVerfGE 101, 361, 385; 119, 1, 24; 120, 180, 199[]
  4. vgl. BVerfG, NJW 2000, 2191, 2192[]
  5. BVerfG, AfP 2003, 537[]
  6. vgl. BGH, Urtei­le vom 17.12 2013 – VI ZR 211/​12, BGHZ 199, 237 Rn. 22 = AfP 2014, 135; vom 30.09.2014 – VI ZR 490/​12, AfP 2014, 534, 536[]
  7. vgl. auch EGMR vom 12.03.2015, Almei­da Leitão Ben­to Fer­nan­des gegen Por­tu­gal, Appl. no. 25790/​11[]
  8. vgl. BVerfGE 67, 213, 225; 75, 369, 377[]
  9. BVerfGE 67, 213, 225; 119, 1, 23 – Esra; v. Mangoldt/​Klein/​Starck, GG, Art. 5 Abs. 3 Rn. 298 f., 301; BeckOK/​Kempen, GG, Art. 5 Rn. 163 [Stand: 1.06.2015][]
  10. vgl. BVerfGE 30, 173, 188 f.; 67, 213, 226; 75, 369, 377; 119, 1, 20 f. – Esra[]
  11. vgl. BGH, Urteil vom 10.06.2008 – VI ZR 252/​07, AfP 2008, 385 Rn. 8 – Esra; BVerfGE 119, 1, 20 f., 28 f., 31, 33 – Esra; BVerfG AfP 2008, 155 Rn. 4[]
  12. vgl. BVerfGK 8, 173, 176; BVerfG, AfP 2003, 537[]
  13. vgl. BGH, Urteil vom 08.02.1994 – VI ZR 286/​93, AfP 1994, 138, 139[]
  14. vgl. BVerfG, AfP 2010, 365 Rn. 33[]
  15. BGH, Urtei­le vom 05.11.2013 – VI ZR 304/​12; sowie vom 29.04.2014 – VI ZR 13/​13 und VI ZR 138/​13[]
  16. vgl. BGH, Urtei­le vom 29.04.2014 – VI ZR 137/​13, AfP 2014, 325 Rn. 22; vom 29.06.1999 – VI ZR 264/​98, AfP 1999, 350, 351[]
  17. vgl. BGH, Urtei­le vom 14.10.2008 – VI ZR 272/​06, AfP 2008, 610 Rn. 24; vom 19.10.2004 – VI ZR 292/​03, AfP 2004, 540, 543[]
  18. vgl. BGH, Urtei­le vom 10.12 1991 – VI ZR 53/​91, AfP 1992, 140, 141; vom 21.06.2005 – VI ZR 122/​04, AfP 2005, 464, 465; BVerfGK 3, 319, 321 f.; Soehring in Soehring/​Hoene, Pres­se­recht, 5. Auf­la­ge, § 17 Rn. 3; Wenzel/​Burkhardt, Das Recht der Wort- und Bild­be­richt­erstat­tung, 5. Aufl., Kap. 12 Rn. 43[]
  19. vgl. BGH, Urtei­le vom 27.05.1986 – VI ZR 169/​85, AfP 1986, 241, 242; vom 30.06.2009 – VI ZR 210/​08, AfP 2009, 494 Rn. 29; vom 19.03.2013 – VI ZR 93/​12, AfP 2013, 250 Rn. 31[]
  20. vgl. BGH, Urteil vom 23.09.2014 – VI ZR 358/​13, BGHZ 202, 242 Rn.20 f. mwN[]
  21. vgl. BGH, Urteil vom 11.11.2014 – VI ZR 18/​14, AfP 2015, 33 Rn. 16 zur titu­lier­ten Unter­las­sungs­ver­pflich­tung; BGH, Urtei­le vom 22.10.1992 – IX ZR 36/​92, BGHZ 120, 73, 76 f.; vom 18.09.2014 – I ZR 76/​13, GRUR 2015, 258 Rn. 64; Beschluss vom 25.01.2007 – I ZB 58/​06, NJW-RR 2007, 863 Rn. 17, jeweils mwN[]
  22. vgl. BGH, Urteil vom 28.07.2015 – VI ZR 340/​14, WM 2015, 1664 Rn. 40; BGH, Urteil vom 18.09.2014 – I ZR 76/​13, GRUR 2015, 258 Rn. 70; OLG Köln, GRUR-RR 2008, 365; MMR 2010, 782, 783; Ott, WRP 2007, 605, 608; Teplitz­ky, Wett­be­werbs­recht­li­che Ansprü­che und Ver­fah­ren, 10. Aufl., 57. Kap. Rn. 26; Köh­ler in Köhler/​Bornkamm, UWG, 33. Aufl., § 12 Rn.06.7[]
  23. vgl. BGH, Urtei­le vom 09.07.1985 – VI ZR 214/​83, BGHZ 95, 212, 214 f.; vom 24.11.2009 – VI ZR 219/​08, BGHZ 183, 227 Rn. 11; vom 17.12 2013 – VI ZR 211/​12, BGHZ 199, 237 Rn. 38 ff.; vom 21.04.2015 – VI ZR 245/​14, AfP 2015, 337 Rn. 33, jeweils mwN[]
  24. vgl. BGH, Urteil vom 25.05.1971 – VI ZR 26/​70, DB 1971, 1660, 1661; BGH, Beschluss vom 30.06.2009 – VI ZR 340/​08 3[]
  25. vgl. BGH, Urtei­le vom 09.07.1985 – VI ZR 214/​83, BGHZ 95, 212, 215; vom 15.11.1994 – VI ZR 56/​94, BGHZ 128, 1, 15 f.; vom 05.10.2004 – VI ZR 255/​03, BGHZ 160, 298, 302; vom 06.12 2005 – VI ZR 265/​04, BGHZ 165, 203, 204 f.; vom 17.12 2013 – VI ZR 211/​12, BGHZ 199, 237 Rn. 40; BVerfGE 34, 269, 292 f.; BVerfG NJW 2000, 2187 f.; Mül­ler, VersR 2008, 1141, 1150[]