Die unschlüs­si­ge Kla­ge – und ihre Abwei­sung sofort nach Ein­gang

Eine unschlüs­si­ge Kla­ge kann vom Amts­ge­richt – sofern nicht zuvor die Ertei­lung von Hin­wei­sen ver­an­lasst ist – im Anwen­dungs­be­reich des § 495a ZPO sogleich bei Ein­gang abge­wie­sen wer­den, sofern erkenn­bar kein Ter­mins­an­trag durch den Klä­ger gestellt wird 1.

Die unschlüs­si­ge Kla­ge – und ihre Abwei­sung sofort nach Ein­gang

Gemäß § 495a S. 1 ZPO bestimmt das Amts­ge­richt das Ver­fah­ren nach bil­li­gem Ermes­sen. Inner­halb die­ses Ent­schei­dungs­rah­mens berück­sich­tigt das Amts­ge­richt grund­sätz­lich den gesam­ten Akten­in­halt. In dem hier vom Amts­ge­richt Stral­sund ent­schie­de­nen Fall konn­te die Kla­ge sogleich – schon vor Zustel­lung an die Beklag­te – abge­wie­sen wer­den, denn sie ist unschlüs­sig und der Klä­ger hat mit sei­ner aus­drück­li­chen Erklä­rung, es sol­le ein Ver­fah­ren "bit­te nur schrift­lich und sofort" erfol­gen, sinn­ge­mäß auf eine münd­li­che Ver­hand­lung (§ 495a S. 2 ZPO) ver­zich­tet 2.

Amts­ge­richt Stral­sund, Urteil vom 14. März 2016 – 25 C 31/​16

  1. Anschluss an AG Mel­dorf, Urteil vom 01.04.2010, 81 C 204/​10, MDR 2010, 976[]
  2. AG Mel­dorf, Urteil vom 01.04.2010 – 81 C 204/​10, MDR 2010, 976; AG Ber­gen auf Rügen, Urteil vom 19.10.2012 – 23 C 381/​12, S. 3; Schä­fer, NJOZ 2012, 1961[]