Die vom WEG-Ver­wal­ter erteil­te Pro­zess­voll­macht – und die auf­ge­ho­be­ne Ver­wal­ter­be­stel­lung

Dass der Beschluss, durch den der WEG-Ver­wal­ter bestellt wor­den ist; vom Amts­ge­richt für ungül­tig erklärt wor­den ist, ändert an einer vom Ver­wal­ter bereits erteil­ten Pro­zess­voll­macht nichts 1.

Die vom WEG-Ver­wal­ter erteil­te Pro­zess­voll­macht – und die auf­ge­ho­be­ne Ver­wal­ter­be­stel­lung

Dass der Ver­wal­ter im Beschluss­män­gel­pro­zess nach § 27 Abs. 2 Nr. 2 WEG befugt ist, für die beklag­ten Woh­nungs­ei­gen­tü­mer einen Rechts­an­walt zu man­da­tie­ren 2, schließt aller­dings nicht aus, dass ein­zel­ne Woh­nungs­ei­gen­tü­mer einen eige­nen Rechts­an­walt beauf­tra­gen oder eine Ver­tre­tung durch den vom Ver­wal­ter ein­ge­schal­te­ten Anwalt ableh­nen 3.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 23. Okto­ber 2015 – V ZR 76/​14

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 21.06.2007 – V ZB 20/​07, NJW 2007, 2776 Rn. 9; Mer­le in Bär­mann, WEG, 12. Aufl., § 26 Rn. 255; Jen­ni­ßen in Jen­ni­ßen, WEG, 4. Aufl., § 26 Rn. 73 mwN[]
  2. vgl. BGH, Urteil vom 05.07.2013 – V ZR 241/​12, NJW 2013, 3098 Rn. 7 ff.[]
  3. vgl. BGH, Urteil vom 05.07.2013 – V ZR 241/​12, aaO Rn. 15 sowie Mer­le, ZWE 2008, 109, 110 f.[]