Die vor Rück­tritt beho­be­nen Män­gel – und die Erheb­lich­keit der Pflicht­ver­let­zung

Bei der Bewer­tung, ob eine Pflicht­ver­let­zung erheb­lich oder uner­heb­lich ist, sind vor Abga­be der Rück­tritts­er­klä­rung beho­be­ne Män­gel im All­ge­mei­nen außer Betracht zu las­sen [1].

Die vor Rück­tritt beho­be­nen Män­gel – und die Erheb­lich­keit der Pflicht­ver­let­zung

Bei der gemäß § 323 Abs. 5 Satz 2 BGB vor­zu­neh­men­den Inter­es­sen­ab­wä­gung ist auf den Zeit­punkt der Rück­tritts­er­klä­rung des Käu­fers abzu­stel­len [2]. Dar­aus folgt im Gegen­schluss, dass vor Abga­be der Rück­tritts­er­klä­rung beho­be­ne Män­gel im All­ge­mei­nen außer Betracht blei­ben.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 4. Febru­ar 2016 – IX ZR 133/​15

  1. Fort­füh­rung von BGH, Urteil vom 28.05.2014 – VIII ZR 94/​13, BGHZ 201, 290 Rn. 16[]
  2. BGH, Urteil vom 28.05.2014 – VIII ZR 94/​13, BGHZ 201, 290 Rn. 16[]