Die Erin­ne­rung im Zwangs­ver­stei­ge­rungs­ver­fah­ren – und die Zuschlags­be­schwer­de

Eine Zuschlags­be­schwer­de kann nicht dar­auf gestützt wer­den, dass über eine wäh­rend des Zwangs­ver­stei­ge­rungs­ver­fah­rens zuläs­si­ger­wei­se erho­be­ne Erin­ne­rung nicht ent­schie­den wor­den ist.

Die Erin­ne­rung im Zwangs­ver­stei­ge­rungs­ver­fah­ren – und die Zuschlags­be­schwer­de

Da die Erin­ne­rung kei­ne auf­schie­ben­de Wir­kung hat, ist das Voll­stre­ckungs­ge­richt nicht gehin­dert, das Ver­fah­ren durch Beschluss­fas­sung und Ver­kün­dung der Zuschlags­ent­schei­dung fort­zu­set­zen1.

Die Rech­te der Betei­lig­ten wer­den dadurch gewahrt, dass das Voll­stre­ckungs­ge­richt bei der Beschluss­fas­sung über den Zuschlag – gemäß § 79 ZVG im Grund­satz ohne Bin­dung an Ent­schei­dun­gen, die es selbst erlas­sen hat – noch­mals das gesam­te bis­he­ri­ge Ver­fah­ren dar­auf zu über­prü­fen hat, ob es ord­nungs­ge­mäß war2, und dass die­se Ent­schei­dung, wenn auch mit den sich aus § 100 Abs. 1 ZVG erge­ben­den Ein­schrän­kun­gen, der sofor­ti­gen Beschwer­de unter­liegt.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 19. Sep­tem­ber 2014 – V ZA 16/​14

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 19.02.2009 – – V ZB 118/​08, NJW-RR 2009, 1429 Rn. 18; Urteil vom 13.07.1965 – – V ZR 269/​62, BGHZ 44, 138, 140 []
  2. BGH, Beschluss vom 26.10.2006 – – V ZB 188/​05, BGHZ 169, 305 Rn. 29 []