Dritt­wi­der­kla­ge – und die Ver­knüp­fung der Kla­ge­ge­gen­stän­de

Durch das Rechts­in­sti­tut der Wider­kla­ge soll die Ver­viel­fäl­ti­gung und Zer­split­te­rung von Pro­zes­sen ver­mie­den wer­den; zusam­men­ge­hö­ren­de Ansprü­che sol­len ein­heit­lich ver­han­delt und ent­schie­den wer­den kön­nen.

Dritt­wi­der­kla­ge – und die Ver­knüp­fung der Kla­ge­ge­gen­stän­de

Die­ses Ziel kann mit der iso­lier­ten Wider­kla­ge gegen einen bis­her am Rechts­streit nicht Betei­lig­ten jeden­falls dann erreicht wer­den, wenn die Din­ge tat­säch­lich und recht­lich eng mit­ein­an­der ver­knüpft sind und kei­ne schutz­wür­di­gen Inter­es­sen des Wider­be­klag­ten ver­letzt wer­den 1.

Ent­schei­dend sind also die enge Ver­knüp­fung des Gegen­stands der Kla­ge mit dem Gegen­stand der Wider­kla­ge und die feh­len­de Beein­träch­ti­gung schüt­zens­wer­ter Inter­es­sen des Wider­be­klag­ten 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 14. April 2016 – IX ZR 161/​15

  1. BGH, Urteil vom 13.03.2007 – VI ZR 129/​06, NJW 2007, 1753 Rn. 10; Beschluss vom 07.02.2013 – IX ZR 186/​11, IPRspr 2013, Nr. 177, 385, 386 f[]
  2. BGH, Urteil vom 13.03.2007, aaO Rn. 13; Beschluss vom 07.02.2013, aaO; Urteil vom 07.11.2013 – VII ZR 105/​13, NJW 2014, 1670 Rn. 16[]