Ein neu­er Zivil­se­nat für den Bun­des­ge­richts­hof

Zum 1. Sep­tem­ber 2019 hat die Bun­des­mi­nis­te­rin der Jus­tiz und für Ver­brau­cher­schutz beim Bun­des­ge­richts­hof einen wei­te­ren Zivil­se­nat ein­ge­rich­tet, der in Per­so­nal­uni­on mit dem gestärk­ten und erwei­ter­ten Kar­tell­se­nat ver­bun­den ist. Damit ist der ers­te Teil einer Zubil­li­gung zwei­er wei­te­rer Sena­te beim Bun­des­ge­richts­hof voll­zo­gen.

Ein neu­er Zivil­se­nat für den Bun­des­ge­richts­hof

Der Kar­tell­se­nat und der XIII. Zivil­se­nat sind ab 1. Sep­tem­ber 2019 zustän­dig für kar­tell­recht­li­che, ener­gie­wirt­schafts­recht­li­che und ver­ga­be­recht­li­che Rechts­strei­tig­kei­ten sowie Rechts­be­schwer­den in Frei­heits­ent­zie­hungs­sa­chen. Die Geschäfts­ver­tei­lung ist hin­sicht­lich der übri­gen Zivil­se­na­te ent­spre­chend ange­passt wor­den.

Vor­sit­zen­der des Kar­tell­se­nats und des neu­en Zivil­se­nats ist Prof. Dr. Mei­er-Beck, der zuvor den X. Zivil­se­nat als Vor­sit­zen­der lei­te­te. Fer­ner gehö­ren dem Kar­tell­se­nat und dem XIII. Zivil­se­nat die Rich­ter am Bun­des­ge­richts­hof Prof. Dr. Kirch­hoff und Dr. Tolk­mitt sowie die Rich­te­rin­nen am Bun­des­ge­richts­hof Dr. Lin­der und Dr. Picker und, mit jeweils antei­li­ger Arbeits­kraft, die Rich­te­rin am Bun­des­ge­richts­hof Dr. Rom­bach, die Rich­ter am Bun­des­ge­richts­hof Dr. Bacher und Dr. Schopp­mey­er sowie die Rich­te­rin am Bun­des­ge­richts­hof Dr. Hohoff an.

Die Prä­si­den­tin des Bun­des­ge­richts­hofs, Bet­ti­na Lim­perg, erklär­te hier­zu: Mit dem neu­en Senat kann dem gewach­se­nen Umfang und der zuneh­men­den Bedeu­tung des Kar­tell- und Ener­gie­rechts in idea­ler Wei­se ent­spro­chen und zugleich eine Ent­las­tung der übri­gen Zivil­se­na­te erreicht wer­den, die um Auf­ga­ben ent­las­tet wur­den oder Rich­ter­kraft­an­tei­le zurück­ge­won­nen haben. Ich freue mich dar­über hin­aus, dass es gelun­gen ist, den Senat in sei­ner Erst­be­set­zung mit solch beein­dru­cken­der Kom­pe­tenz aus­zu­stat­ten. Gleich­zei­tig hat die Unter­brin­gung des neu­en Senats dem Bun­des­ge­richts­hof enor­me Anstren­gun­gen abver­langt.

Der nun­mehr voll­stän­dig erschöpf­te Raum­be­stand und wei­ter wach­sen­der Raum­be­darf wer­den anhal­ten­de The­men sein. Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Jus­tiz und für Ver­brau­cher­schutz, der Bun­des­ge­richts­hof, der Gene­ral­bun­des­an­walt und die betei­lig­ten Behör­den der Stadt Leip­zig und des Frei­staats Sach­sen arbei­ten der­zeit mit Hoch­druck an der Unter­brin­gungs­lö­sung für den noch zu errich­ten­den 6. Straf­se­nat in Leip­zig. Anders als in Karls­ru­he schei­det in Leip­zig eine auch nur vor­über­ge­hen­de Unter­brin­gung des zusätz­li­chen Per­so­nals in der Bestands­lie­gen­schaft aus Raum­grün­den aus. Alle Betei­lig­ten arbei­ten inten­siv zusam­men, um sehr zügig eine Unter­brin­gung zu ermög­li­chen.