Ein­fa­che recht­li­che Aus­drü­cke – und der Par­tei­vor­trag

Die Par­tei­en kön­nen bestimm­te Tat­sa­chen auch durch all­ge­mein bekann­te, ein­fa­che recht­li­che Aus­drü­cke in den Rechts­streit ein­füh­ren, wenn die­se den Teil­neh­mern des Rechts­ver­kehrs geläu­fig sind und mit ihnen das Vor­lie­gen ent­spre­chen­der tat­säch­li­cher Umstän­de ver­bun­den wird.

Ein­fa­che recht­li­che Aus­drü­cke – und der Par­tei­vor­trag

Auf die­se Wei­se lösen sie eine Erklä­rungs­pflicht der jewei­li­gen Gegen­sei­te gemäß § 138 Abs. 2 ZPO aus 1.

Es kommt nicht dar­auf an, ob eine sol­che Recht­s­tat­sa­che auf recht­lich und tat­säch­lich schwie­ri­gen Vor­gän­gen beru­hen kann 2. Maß­ge­bend ist allein, ob der Begriff eine sol­che Ein­fach­heit für sich bean­spru­chen kann 3.

In die­sem – pro­zess­recht­lich deter­mi­nier­ten – Sinn ist der von den Par­tei­en über­ein­stim­mend gebrauch­te Aus­druck "Betriebs­über­gang" ein geläu­fi­ger recht­li­cher Begriff. Bei­de Par­tei­en haben mit ihm kon­kre­te tat­säch­li­che Vor­gän­ge ver­bun­den, auf denen der Wech­sel der Inha­ber­schaft des Betriebs beruht.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 13. August 2019 – 1 AZR 213/​18

  1. vgl. BAG 6.11.2007 – 1 AZR 862/​06, Rn. 13, BAGE 124, 323[]
  2. vgl. BGH 24.10.2017 – VI ZR 61/​17, Rn. 22[]
  3. vgl. BAG 26.06.2019 – 5 AZR 178/​18, Rn. 18 ff. mwN[]