Ein­re­de der man­geln­den Pro­zess­kos­ten­si­cher­heit – und die Beschwer­de gegen ein Zwi­schen­ur­teil

Ein Zwi­schen­ur­teil, das der Ein­re­de der man­geln­den Sicher­heit für Pro­zess­kos­ten (§§ 110 ff ZPO) statt­gibt, ist kein sol­ches gem. § 280 Abs. 2 ZPO, mit dem über die Zuläs­sig­keit der Kla­ge befun­den wird und das einem End­ur­teil gleich­ge­stellt und damit selb­stän­dig anfecht­bar ist.

Ein­re­de der man­geln­den Pro­zess­kos­ten­si­cher­heit – und die Beschwer­de gegen ein Zwi­schen­ur­teil

Denn es lässt die Fra­ge der Zuläs­sig­keit gera­de noch offen 1.

Es han­delt sich viel­mehr um ein Zwi­schen­ur­teil gemäß § 303 ZPO, das nicht selb­stän­dig anfecht­bar (vgl. §§ 511, 542 ZPO), son­dern nur zusam­men mit dem Rechts­mit­tel in der Haupt­sa­che über­prüf­bar ist 2.

Ein Rechts­mit­tel gegen das Zwi­schen­ur­teil egal ob als sofor­ti­ge Beschwer­de oder als Beru­fung ist daher nicht gege­ben.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 20. Sep­tem­ber 2018 – III ZB 7/​17

  1. vgl. BGH, Urteil vom 25.11.1987 IVa ZR 135/​86, BGHZ 102, 232, 234 ff; BGH, Beschluss vom 21.12 2005 – III ZB 73/​05, NJW-RR 2006, 710 Rn. 6[]
  2. BGH, Urteil vom 25.11.1987 aaO S. 236[]