Ein­sei­ti­ge Erle­di­gungs­er­klä­rung – und die Beschwer des Beklag­ten

Nach ein­sei­ti­ger Erle­di­gungs­er­klä­rung und Fest­stel­lung der Erle­di­gung des Rechts­streits in der Haupt­sa­che im Beru­fungs­ur­teil bestim­men sich der Streit­wert und ent­spre­chend der Wert der Beschwer des Beklag­ten, der der Erle­di­gung wider­spro­chen und Kla­ge­ab­wei­sung bean­tragt hat, grund­sätz­lich nach der Sum­me der bis zur Erle­di­gungs­er­klä­rung ent­stan­de­nen Kos­ten1.

Ein­sei­ti­ge Erle­di­gungs­er­klä­rung – und die Beschwer des Beklag­ten

Weder kön­nen aus der ange­grif­fe­nen Ent­schei­dung rechts­kraft­fä­hi­ge Fest­stel­lun­gen zu Ansprü­chen her­ge­lei­tet wer­den, die noch zwi­schen den Par­tei­en strei­tig sind, noch steht das Inter­es­se der Par­tei­en an einer mit­tel­ba­ren Recht­fer­ti­gung ihrer Stand­punk­te deut­lich im Vor­der­grund2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 15. Juli 2015 – IV ZR 256/​14

  1. BGH, Beschlüs­se vom 15.11.2007 – V ZB 72/​07, WuM 2008, 35 Rn. 13; vom 13.07.2005 XII ZR 295/​02, NJW-RR 2005, 1728 unter II; jeweils m.w.N.
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 13.07.2005 aaO; Urteil vom 08.12 1981 – VI ZR 161/​80, NJW 1982, 767 unter – II 2 b