Ent­schä­di­gungs­an­spruch wegen über­lan­ger Ver­fah­rens­dau­er – und die abge­lehn­te Pro­zess­kos­ten­hil­fe

Gegen die Zurück­wei­sung eines Pro­zess­kos­ten­hil­fe­ge­suchs in Ent­schä­di­gungs­sa­chen nach §§ 198 ff GVG durch das erst­in­stanz­lich zustän­di­ge Ober­lan­des­ge­richt stellt die Rechts­be­schwer­de den ein­zi­gen in Betracht kom­men­den Rechts­be­helf dar 1.

Ent­schä­di­gungs­an­spruch wegen über­lan­ger Ver­fah­rens­dau­er – und die abge­lehn­te Pro­zess­kos­ten­hil­fe

Die Rechts­be­schwer­de ist nur statt­haft, wenn dies im Gesetz aus­drück­lich bestimmt ist – was hier nicht der Fall ist – oder das Beschwer­de­ge­richt sie in dem ange­foch­te­nen Beschluss zuge­las­sen hat (§ 574 Abs. 1 ZPO).

Im Rechts­be­schwer­de­ver­fah­ren kann auch nicht gel­tend gemacht wer­den, das Beschwer­de­ge­richt hät­te die Rechts­be­schwer­de zulas­sen müs­sen 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 18. August 2016 – III ZA 16/​16

  1. BGH, Beschluss vom 27.06.2012 – – III ZB 45/​12, NJW 2012, 2449 Rn. 4[]
  2. vgl. nur BGH, Beschlüs­se vom 04.04.2012 – – III ZA 9/​12 2; und vom 29.05.2013 – – III ZA 26/​13[]