Ent­schei­dung eines Recht­streits durch meh­re­re Teil­ur­tei­le

Die regel­mä­ßig von Amts wegen vor­zu­neh­men­de Prü­fung der Zuläs­sig­keit von Teil­ur­tei­len iSv. § 301 ZPO 1 durch das Beru­fungs­ge­richt ist nicht erfor­der­lich, wenn der Rechts­streit durch meh­re­re Teil­ur­tei­le voll­stän­dig ent­schie­de­nen wur­de und alle Teil­ur­tei­le ange­foch­ten wur­den.

Ent­schei­dung eines Recht­streits durch meh­re­re Teil­ur­tei­le

Sinn und Zweck die­ser Über­prü­fung durch das Rechts­mit­tel­ge­richt ist die Ver­hin­de­rung von wider­sprüch­li­chen Ent­schei­dun­gen (hier: des Beru­fungs­ge­richts). Da im hier ent­schie­de­nen Fall alle vier Teil­ur­tei­le des Lan­des­ar­beits­ge­richts in die Revi­si­on gelangt; und vom Bun­des­ar­beits­ge­richt nach Ver­bin­dung der Rechts­mit­tel­ver­fah­ren ein­heit­lich zu über­prü­fen sind, steht fest, dass sich die – vor Erlass des Schlus­sur­teils – sei­ner­zeit bestehen­de Gefahr wider­sprüch­li­cher Ent­schei­dun­gen nicht (mehr) ver­wirk­li­chen kann.

Auf­grund die­ser Pro­zess­la­ge sind die Teil­ur­tei­le der Vor­in­stanz in kei­nem Fall wegen eines mög­li­chen Ver­sto­ßes gegen § 301 ZPO auf­zu­he­ben 2.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 13. April 2016 – 4 AZR 13/​13

  1. vgl. nur BAG 17.04.2013 – 4 AZR 361/​11, Rn. 15 mwN; 19.11.2014 – 4 AZR 996/​12, Rn. 11[]
  2. vgl. BGH 10.07.1991 – XII ZR 109/​90, zu 1 der Grün­de mwN[]