Ent­schei­dun­gen der Zivil­ge­rich­te – und ihre ver­fas­sungs­recht­li­che Über­prü­fung

Ent­schei­dun­gen der all­ge­mein zustän­di­gen Gerich­te sind nicht schlecht­hin einer ver­fas­sungs­ge­richt­li­chen Prü­fung zugäng­lich.

Ent­schei­dun­gen der Zivil­ge­rich­te – und ihre ver­fas­sungs­recht­li­che Über­prü­fung

Fest­stel­lung und Wür­di­gung des Sach­ver­halts sowie Aus­le­gung und Anwen­dung des ein­fa­chen Rechts sind Sache der Fach­ge­rich­te und einer Nach­prü­fung durch das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt grund­sätz­lich ent­zo­gen.

Die­ses kon­trol­liert viel­mehr nur, ob dabei der Ein­fluss der Grund­rech­te grund­le­gend ver­kannt wor­den ist 1.

Im bür­ger­li­chen Recht haben die Grund­rech­te als objek­ti­ve Grund­satz­nor­men Aus­strah­lungs­wir­kung, die vor allem bei der Inter­pre­ta­ti­on von Gene­ral­klau­seln und ande­ren aus­le­gungs­fä­hi­gen und wer­tungs­be­dürf­ti­gen Nor­men zur Gel­tung zu brin­gen ist 2.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 24. März 2016 – 1 BvR 2012 – /​13

  1. vgl. BVerfGE 18, 85, 92 f.; 89, 276, 285[]
  2. vgl. BVerfGE 7, 198, 204 ff.; 42, 143, 148; 81, 40, 52[]