Der Streit ums Erbe – nach dem Erb­schein ist noch lan­ge nicht Schluss…

Für das Rechts­schutz­ziel, als Mit­er­ben fest­ge­stellt zu wer­den, kön­nen die Beschwer­de­füh­rer trotz feh­len­der wei­te­rer statt­haf­ter Rechts­mit­tel im Erb­scheins­ver­fah­ren immer noch vor den Zivil­ge­rich­ten eine Erben­fest­stel­lungs­kla­ge gegen die Antrag­stel­ler des Erb­scheins­ver­fah­rens erhe­ben 1.

Der Streit ums Erbe – nach dem Erb­schein ist noch lan­ge nicht Schluss…

Das Pro­zess­ge­richt ist dabei nicht gehin­dert, von den Fest­stel­lun­gen des Nach­lass­ge­richts abzu­wei­chen 2.

In die­sem Rah­men kann dem ver­meint­lich über­gan­gen Vor­trag und der Durch­füh­rung einer Beweis­auf­nah­me noch­mals Nach­druck ver­lie­hen wer­den.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 23. Novem­ber 2016 – 1 BvR 2555/​16

  1. vgl. BVerfG, Beschluss vom 29.08.2005 – 1 BvR 219/​05, NJW-RR 2005, S. 1600, 1601[]
  2. vgl. BGH, Urteil vom 14.04.2010 – IV ZR 135/​08, Fam­RZ 2010, S. 1068, 1069 Rn. 13[]