Die Kla­ge des Pflicht­teils­be­rech­tig­ten – und der Testamentsvollstrekcer

Gemäß § 2213 Abs. 1 Satz 3 BGB kann ein Pflicht­teils­an­spruch fer­ner, auch wenn dem Tes­ta­ments­voll­stre­cker die Ver­wal­tung des Nach­las­ses zusteht, nur gegen die Erben gel­tend gemacht werden.

Die Kla­ge des Pflicht­teils­be­rech­tig­ten – und der Testamentsvollstrekcer

Die­se Kla­ge kann indes­sen mit einem Anspruch gegen den Tes­ta­ments­voll­stre­cker auf Dul­dung der Zwangs­voll­stre­ckung ver­bun­den wer­den, um gemäß § 748 Abs. 3 ZPO eine Voll­stre­ckung in den der Tes­ta­ments­voll­stre­ckung unter­lie­gen­den Nach­lass zu ermög­li­chen1.

Dabei kann von einer will­kür­li­chen Ver­knüp­fung der bei­den Ansprü­che nicht gespro­chen wer­den. Der Dul­dungs­an­trag gegen den Tes­ta­ments­voll­stre­cker ist hier­bei dahin aus­zu­le­gen, dass er sich hin­sicht­lich der Dul­dung der Zwangs­voll­stre­ckung auf den­sel­ben Betrag bezieht wie der Zah­lungs­an­trag gegen die Mit­er­ben.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 26. Mai 2021 – IV ZR 174/​20

  1. Münch­Komm-BGB/­Zim­mer­mann, 8. Aufl. § 2213 Rn. 13; vgl. auch BGH, Urtei­le vom 11.05.2006 – IX ZR 42/​05, BGHZ 167, 352 Rn. 25; vom 03.12.1968 – III ZR 2/​68, BGHZ 51, 125 20]; RGZ 109, 166 f.[]