Letzt­wil­li­ge Ver­hal­tens­auf­la­gen

Eine auf­lö­sen­de Bedin­gung, nach der ein Ver­hal­ten des Bedach­ten – von der die Zuwen­dung abhän­gen soll – in einem Angriff oder Zuwi­der­han­deln gegen "letzt­wil­li­ge Anord­nun­gen" des Erb­las­sers besteht, kann so mit einer Auf­la­ge ver­knüpft wer­den, dass die Ver­wir­kungs­klau­sel durch die­se Auf­la­ge ihren spe­zi­el­len Gehalt bekommt (hier: per­sön­lich haf­ten­der Gesell­schaf­ter im ver­erb­ten Unter­neh­men zu sein).

Letzt­wil­li­ge Ver­hal­tens­auf­la­gen

Es bedarf in der Regel der Tes­ta­ments­aus­le­gung, um in objek­ti­ver und sub­jek­ti­ver Sicht zu ermit­teln, wann nach dem Erb­las­ser­wil­len ein sank­ti­ons­be­wehr­tes Ver­hal­ten des Bedach­ten gege­ben sein soll.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 24. Juni 2009 – IV ZR 202/​07