Pflicht­teils­ver­zicht eines behin­der­ten Sozi­al­leis­tungs­be­zie­hers

Der Pflicht­teils­ver­zicht eines behin­der­ten Sozi­al­leis­tungs­be­zie­hers ist nach einem Urteil des Bun­des­ge­richts­hofs grund­sätz­lich nicht sit­ten­wid­rig.

Pflicht­teils­ver­zicht eines behin­der­ten Sozi­al­leis­tungs­be­zie­hers

Nach der gefes­tig­ten BGH-Recht­spre­chung zum so genann­ten Behin­der­ten­tes­ta­ment sind Ver­fü­gun­gen von Todes wegen, in denen Eltern eines behin­der­ten Kin­des die Nach­lass­ver­tei­lung durch eine kom­bi­nier­te Anord­nung von Vor- und Nach­erb­schaft sowie einer – mit kon­kre­ten Ver­wal­tungs­an­wei­sun­gen ver­se­he­nen – Dau­er­tes­ta­ments­voll­stre­ckung so gestal­ten, dass das Kind zwar Vor­tei­le aus dem Nach­lass­ver­mö­gen erhält, der Sozi­al­hil­fe­trä­ger auf die­ses jedoch nicht zugrei­fen kann, grund­sätz­lich nicht sit­ten­wid­rig, son­dern viel­mehr Aus­druck der sitt­lich anzu­er­ken­nen­den Sor­ge für das Wohl des Kin­des über den Tod der Eltern hin­aus 1. Um ein sol­ches Tes­ta­ment han­delt es sich auch im vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Streit­fall. Da die lern­be­hin­der­te Toch­ter des Beklag­ten Ein­glie­de­rungs­hil­fe nach den §§ 53 ff. SGB XII bezieht, die das Vor­lie­gen einer Behin­de­rung vor­aus­set­zen, ist es uner­heb­lich, dass sie gleich­wohl geschäfts­fä­hig war und nicht unter gericht­li­cher Betreu­ung stand.

Auch der von der Leis­tungs­be­zie­he­rin erklär­te Pflicht­teils­ver­zicht ver­stößt weder für sich genom­men noch in einer Gesamt­schau mit dem elter­li­chen Tes­ta­ment gegen die guten Sit­ten und ist daher wirk­sam.

Die Sit­ten­wid­rig­keit von Pflicht­teils­ver­zich­ten, die von Sozi­al­leis­tungs­be­zie­hern erklärt wer­den, wird in Recht­spre­chung und Lite­ra­tur kon­tro­vers beurteilt.Ein Teil der Recht­spre­chung und – über­wie­gend älte­ren – Lite­ra­tur hielt ins­be­son­de­re ohne Gegen­leis­tung erklär­te Ver­zich­te für sit­ten­wid­rig und nich­tig 2. Die­se Ansicht stützt sich haupt­säch­lich auf eine Über­trag­bar­keit der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs zur Sit­ten­wid­rig­keit von Unter­halts­ver­zich­ten in Ehe­ver­trä­gen oder Schei­dungs­fol­ge­ver­ein­ba­run­gen, die dazu füh­ren, dass ein Ehe­gat­te sozi­al­hil­fe­be­dürf­tig wird 3.

Dage­gen ver­neint die weit über­wie­gen­de Auf­fas­sung ins­be­son­de­re im jün­ge­ren Schrift­tum die Sit­ten­wid­rig­keit des Ver­zichts 4.

Die letzt­ge­nann­te Auf­fas­sung trifft zu; die Ver­nei­nung der Sit­ten­wid­rig­keit von Pflicht­teils­ver­zich­ten behin­der­ter Sozi­al­leis­tungs­be­zie­hern ist bereits in der BGH-Recht­spre­chung zum "Behin­der­ten­tes­ta­ment" ange­legt. Mit die­sem Ver­zicht macht die Leis­tungs­be­zie­he­rin von ihrem Recht aus § 2346 Abs. 2 BGB Gebrauch – durch Rechts­ge­schäft mit der Erb­las­se­rin – die Ent­ste­hung des Pflicht­teils­an­spruchs aus­zu­schlie­ßen 5. Nach dem Grund­satz der Pri­vat­au­to­no­mie (Art. 2 Abs. 1 GG) sind Rechts­ge­schäf­te, die das bür­ger­li­che Recht vor­sieht, wirk­sam, solan­ge sie nicht gegen ent­ge­gen­ste­hen­de Geset­ze ver­sto­ßen (§ 134 BGB). Nur in eng begrenz­ten Aus­nah­me­fäl­len kann ihnen gleich­wohl die Wirk­sam­keit ver­sagt wer­den, wenn dies auf­grund über­ge­ord­ne­ter Wer­tun­gen, etwa infol­ge objek­ti­ver Wert­ent­schei­dun­gen der Grund­rech­te, die über Gene­ral­klau­seln wie § 138 Abs. 1 BGB in das Zivil­recht hin­ein­wir­ken, erfor­der­lich ist. In sol­chen Fäl­len muss jedoch stets die Unwirk­sam­keit des Rechts­ge­schäfts, nicht etwa des­sen Recht­fer­ti­gung kon­kret be-grün­det wer­den. Grund­sätz­lich kön­nen dem­zu­fol­ge alle im Erbrecht vom Gesetz bereit­ge­stell­ten Gestal­tungs­in­stru­men­te ein­schließ­lich ihrer Kom­bi­na­ti­ons­mög­lich­kei­ten zunächst aus­ge­schöpft wer­den.

Daher ist auch in Fäl­len etwai­ger nach­tei­li­ger Wir­kun­gen zu Las­ten der All­ge­mein­heit nicht die Wirk­sam­keit des Rechts­ge­schäfts durch beson­de­re Grün­de im Ein­zel­fall zu recht­fer­ti­gen, son­dern posi­tiv fest­zu­stel­len und zu begrün­den, gegen wel­che über­ge­ord­ne­ten Wer­tun­gen das Rechts­ge­schäft ver­stößt und wes­halb sei­ne Wirk­sam­keit nicht hin­ge­nom­men wer­den kann. Dem ent­spricht beim "Behin­der­ten­tes­ta­ment", dass nicht etwa die Tes­tier­frei­heit einen sonst gege­be­nen Sit­ten­ver­stoß aus­schließt, son­dern der von der Tes­tier­frei­heit getra­ge­nen letzt­wil­li­gen Ver­fü­gung wegen der von den Eltern über ihren Tod hin­aus getrof­fe­nen Für­sor­ge für das behin­der­te Kind die sitt­li­che Aner­ken­nung gebührt 6.

Die gegen die Wirk­sam­keit des Pflicht­teils­ver­zichts ange­führ­ten Grün­de ver­mö­gen des­sen Sit­ten­wid­rig­keit nicht zu recht­fer­ti­gen. Beim Pflicht­teils­ver­zicht eines Leis­tungs­be­zie­hers han­delt es sich schon des­we­gen nicht um einen unzu­läs­si­gen "Ver­trag zu Las­ten Drit­ter", weil dem Sozi­al­ver­si­che­rungs­trä­ger durch den Ver­zicht kei­ner­lei ver­trag­li­che Pflich­ten auf­er­legt wer­den. Der Nach­teil der öffent­li­chen Hand ent­steht viel­mehr nur als Reflex durch Auf­recht­erhal­tung der Bedürf­tig­keit. Für Drit­te ledig­lich mit­tel­bar durch das Rechts­ge­schäft ver­ur­sach­te nach­tei­li­ge Wir­kun­gen sind von die­sen jedoch grund­sätz­lich hin­zu­neh­men und berüh­ren die Wirk­sam­keit des Geschäfts im Regel­fall nicht. Es bedarf – hier nicht vor­lie­gen­der – gesetz­li­cher Rege­lun­gen, wenn Nach­tei­le Drit­ter im kon­kre­ten Fall besei­tigt oder aus­ge­gli­chen wer­den sol­len (z.B. durch Schadensersatz‑, Berei­che­rungs- oder Wert­aus­gleich­an­sprü­che; Mög­lich­kei­ten einer Anfech­tung; Weg­fall oder Beschrän­kung von Ansprü­chen gegen den Drit­ten, etc.).

Das Sozi­al­hil­fe­recht ist zwar von dem Grund­satz durch­zo­gen, dass jeder nur inso­weit staat­li­che Hil­fe bean­spru­chen kann, als er die betref­fen­den Auf­wen­dun­gen (ins­be­son­de­re den Lebens­un­ter­halt) nicht durch den Ein­satz eige­ner Ein­künf­te und eige­nen Ver­mö­gens bestrei­ten kann, er somit bedürf­tig ist (Nach­rang­grund­satz, Sub­si­dia­ri­täts­prin­zip). Zivil­recht­li­che Gestal­tun­gen kön­nen mit die­sem Grund­satz in Kon­flikt gera­ten, wenn sie dar­auf gerich­tet sind, die Bedürf­tig­keit einer Per­son gezielt her­bei­zu­füh­ren. Der Nach­rang­grund­satz ist indes­sen schon im Sozi­al­hil­fe­recht selbst in erheb­li­chem Maße durch­bro­chen 7, vom Gesetz­ge­ber für die unter­schied­li­chen Leis­tungs­ar­ten dif­fe­ren­ziert aus­ge­stal­tet und nicht über­all bei­be­hal­ten wor­den, wes­halb dem Sub­si­dia­ri­täts­prin­zip als Grund­satz die Prä­ge­kraft weit­ge­hend genom­men wor­den ist 8. Der Gesetz­ge­ber respek­tiert bei allen Leis­tungs­ar­ten Schon­ver­mö­gen des Leis­tungs­emp­fän­gers, sei­nes Ehe­gat­ten und sei­ner Eltern. Bei Leis­tun­gen für behin­der­te Men­schen ist der Ein­satz eige­nen Ver­mö­gens zudem auf das Zumut­ba­re begrenzt und vor allem die Über­lei­tung von Unter­halts­an­sprü­chen – ins­be­son­de­re gegen­über den Eltern des Behin­der­ten – nur in sehr beschränk­tem Umfang mög­lich (§§ 19 Abs. 3, 92, 94 Abs. 2 SGB XII). Gera­de dar­in zeigt sich das gegen­läu­fi­ge Prin­zip des Fami­li­en­las­ten­aus­gleichs, nach wel­chem die mit der Ver­sor­gung, Erzie­hung und Betreu­ung von Kin­dern ver­bun­de­nen wirt­schaft­li­chen Las­ten, die im Fal­le behin­der­ter Kin­der beson­ders groß aus­fal­len, zu einem gewis­sen Teil end­gül­tig von der All­ge­mein­heit getra­gen wer­den sol­len, da nur Kin­der die wei­te­re Exis­tenz der Gesell­schaft sichern 8. Ins­be­son­de­re bei Hil­fe­be­zie­hern mit Behin­de­run­gen lässt sich somit kei­ne hin­rei­chend kon­se­quen­te Durch­füh­rung des Nach­rangs der öffent­li­chen Hil­fe ent­neh­men, die – bezo­gen auf die Errich­tung eines Behin­der­ten­tes­ta­ments wie auch für den hier in Rede ste­hen­den Pflicht­teils­ver­zicht – die Ein­schrän­kung der Pri­vat­au­to­no­mie über § 138 Abs. 1 BGB recht­fer­ti­gen wür­de.

In die­sem Sinn hat der Bun­des­ge­richts­hof fer­ner ent­schie­den 9, dass es nicht ohne wei­te­res gegen die guten Sit­ten ver­stößt, ein Haus­grund­stück, das im Wesent­li­chen das gesam­te Ver­mö­gen dar­stellt, gegen das Ver­spre­chen von Ver­sor­gungs­leis­tun­gen zu über­tra­gen, die nur so lan­ge geschul­det sein sol­len, wie sie von dem Ver­pflich­te­ten auf dem über­nom­me­nen Anwe­sen selbst erbracht wer­den kön­nen und bei einer spä­te­ren Heim­un­ter­brin­gung ersatz­los weg­fal­len sol­len. Dies gilt selbst dann, wenn für die Heim­un­ter­brin­gung die Sozi­al­hil­fe auf­kom­men muss und deren Trä­ger – wegen der leb­zei­ti­gen Über­tra­gung – nicht im Regress­we­ge auf das Haus­grund­stück zugrei­fen kann. Den Über­ge­ben­den trifft kei­ne Pflicht, über die Leis­tun­gen an die gesetz­li­che Ren­ten­ver­si­che­rung hin­aus für sein Alter vor­zu­sor­gen 10. Anders als in den Fäl­len von Unter­halts­ver­zich­ten in Schei­dungs­fol­gen­ver­ein­ba­run­gen wer­den kei­ne gesetz­li­chen Ansprü­che abbe­dun­gen und es wird auch nicht in ein gesetz­li­ches Kon­zept zum Nach­teil des Sozi­al­ver­si­che­rungs­trä­gers ein­ge­grif­fen, wes­halb der Nach­rang­grund­satz der öffent­li­chen Hil­fe nicht berührt ist 11.

Die Maß­geb­lich­keit die­ser Wer­tun­gen auch im Streit­fall wird nicht dadurch in Fra­ge gestellt, dass beim Pflicht­teils­ver­zicht der Leis­tungs­be­zie­her selbst han­delt, wäh­rend er bei der Errich­tung eines Behin­der­ten­tes­ta­ments nur von der Rege­lung des Nach­las­ses betrof­fen, nicht aber selbst als Han­deln­der dar­an betei­ligt ist. Aller­dings trifft es zu, dass sich der Ver­zich­ten­de nicht wie der Erb­las­ser auf die Tes­tier­frei­heit im eigent­li­chen Sinn beru­fen kann. Inso­fern ist der Pflicht­teils­ver­zicht eher mit dem Fall der Aus­schla­gung einer bereits ange­fal­le­nen Erb­schaft ver­gleich­bar.

Zwar hat das Ober­lan­des­ge­richt Stutt­gart 12 in einem Ver­fah­ren der frei­wil­li­gen Gerichts­bar­keit hier­zu ent­schie­den, dass eine (vom Betreu­er erklär­te) Aus­schla­gung der Erb­schaft eines behin­der­ten Kin­des nicht vom Vor­mund­schafts­ge­richt geneh­migt wer­den kön­ne, ins­be­son­de­re auch des­we­gen, weil eine sol­che Aus­schla­gung nicht mit dem sozi­al­hil­fe­recht­li­chen Nach­rang­prin­zip zu ver­ein­ba­ren sei. Der Behin­der­te ent­zie­he durch die Aus­schla­gung bereits ange­fal­le­nes Ver­mö­gen dem Zugriff des Sozi­al­hil­fe­trä­gers und tref­fe daher eine sit­ten­wid­ri­ge (§ 138 Abs. 1 BGB) Dis­po­si­ti­on zu Las­ten der Hil­fe leis­ten­den All­ge­mein­heit. Die­sem Ergeb­nis ste­he die BGH-Recht­spre­chung zum Behin­der­ten­tes­ta­ment des­we­gen nicht ent­ge­gen, weil die Ent­schei­dung über die Aus­schla­gung nicht Aus­fluss der Tes­tier­frei­heit sei. Dem hat sich das Ober­lan­des­ge­richt Hamm 13 – eben­falls in einem Ver­fah­ren der frei­wil­li­gen Gerichts­bar­keit – inso­weit ange­schlos­sen, als der Aus­schla­gen­de eigen­nüt­zi­ge und nicht wie der Erb­las­ser eines Behin­der­ten­tes­ta­ments altru­is­ti­sche Zie­le ver­fol­ge.

Dies über­zeugt indes nicht 14. Die Wer­tun­gen der BGH-Recht­spre­chung zum Behin­der­ten­tes­ta­ment müs­sen auch bei erbrecht­lich rele­van­tem Han­deln Behin­der­ter selbst zum Tra­gen kom­men. Die Ent­schei­dung dar­über, ob sie die Erb­schaft bzw. den Pflicht­teil erhal­ten wol­len, wird zu-nächst durch die Pri­vat­au­to­no­mie gedeckt. Grund­sätz­lich ist jeder frei in sei­ner Ent­schei­dung, ob er Erbe eines ande­ren wer­den oder auf ande­re Art etwas aus des­sen Nach­lass bekom­men will. Vor die­sem Hin­ter­grund ist der Erb­rechts­ga­ran­tie in Art. 14 Abs. 1 GG auch ein Gegen­stück im Sin­ne einer "nega­ti­ven Erb­frei­heit" zu ent­neh­men. Wenn einer­seits Erb­las­ser frei dar­in sind, ande­re zu ihren Erben ein­zu­set­zen, ist dies ande­rer­seits nur inso­fern zu bil­li­gen, als die Betrof­fe­nen damit ein­ver­stan­den sind. Es gibt kei­ne Pflicht zu erben oder sonst etwas aus einem Nach­lass anzu­neh­men. Wenigs­tens muss den Betref­fen­den das Recht zur Aus­schla­gung zuste­hen, um sich gegen den vom Gesetz vor­ge­se­he­nen Von-selbst-Erwerb (§§ 1922, 1942 BGB) weh­ren zu kön­nen. Die grund­sätz­li­che Ableh­nungs­mög­lich­keit gegen­über Zuwen­dun­gen ist not­wen­di­ger Wider­part, der einen unmit­tel­bar wirk­sa­men Ver­mö­gens­über­gang ohne eige­nes Zutun erst recht­fer­tigt. Inso­weit kann für einen erbrecht­li­chen Erwerb von Ver­mächt­nis- oder Pflicht­teils­an­sprü­chen im Grund­satz nichts anders gel­ten als für die Erben­stel­lung selbst. In die­sem Sinn steht Pflicht­teils­be­rech­tig­ten für einen Ver­zicht nicht nur die durch Art. 2 Abs. 1 GG gewähr­leis­te­te Pri­vat­au­to­no­mie, son­dern auch der Grund­ge­dan­ke der Erb­frei­heit zur Sei­te.

Dies gilt unab­hän­gig davon, dass Gläu­bi­ger von einem erbrecht­li­chen Erwerb des Betrof­fe­nen pro­fi­tie­ren wür­den (vgl. zum Insol­venz­recht § 83 Abs. 1 Satz 1 InsO 15). Auch gegen­über der Frei­heit poten­ti­el­ler Erben und Pflicht­teils­be­rech­tig­ter gilt daher die Fest­stel­lung des Bun­des­ge­richts­hofs, dass der im Sozi­al­hil­fe­recht nur höchst unvoll­kom­men aus­ge­stal­te­te Nach­rang­grund­satz kei­ne hin­rei­chen­de Prä­ge­kraft auf­weist, um eine Ein­schrän­kung der Pri­vat­au­to­no­mie bzw. der nega­ti­ven Erb­frei­heit im dar­ge­leg­ten Sinn über § 138 Abs. 1 BGB recht­fer­ti­gen zu kön­nen.

Wei­ter ist anzu­er­ken­nen, dass Behin­der­te mit dem Pflicht­teils­ver­zicht typi­scher­wei­se einer Erwar­tungs­hal­tung der Eltern nach­kom­men, die sich gegen­sei­tig zu Allein­er­ben ein­ge­setzt haben und sicher­stel­len wol­len, dass die Nach­kom­men nicht bereits beim Tode des Erst­versterben­den Nach­lass­wer­te für sich bean­spru­chen. Die­ses Ergeb­nis kann nicht in glei­cher Wei­se etwa durch eine Pflicht­teils­sank­ti­ons­klau­sel erreicht wer­den, da die­se die Gel­tend­ma­chung von Pflicht­teils­an­sprü­chen letzt­lich nicht unter­bin­den kann 16. Ver­zich­tet ein nicht behin­der­ter Abkömm­ling ohne Sozi­al­leis­tungs­be­zug in die­ser Situa­ti­on auf sei­nen Pflicht­teil, ist dies sitt­lich anzu­er­ken­nen. Wider­setzt er sich – trotz Berück­sich­ti­gung im Schluss­erb­fall – einem sol­chen Wunsch der Eltern, sieht er sich dem Vor­wurf des Undanks und der Illoya­li­tät gegen­über der Fami­lie aus­ge­setzt. Ver­zich­tet ein Behin­der­ter mit Rück­sicht auf die gegen­läu­fi­gen Inter­es­sen des Sozi­al­hil­fe­trä­gers nicht auf den Pflicht­teils­an­spruch, setzt er sich zugleich in einen Gegen­satz zu den Wün­schen und Vor­stel­lun­gen sei­ner Fami­lie, die über Art. 6 Abs. 1 GG (Recht zur frei­en Gestal­tung der Gemein­schaft in ehe­li­cher und fami­liä­rer Ver­ant­wort­lich­keit und Rück­sicht 17) ihrer­seits ver­fas­sungs­recht­li­chen Schutz genie­ßen. Das­sel­be Ver­hal­ten, das bei einem nicht behin­der­ten Nach­kom­men als sitt­lich bil­li­gens­wert gäl­te, stell­te sich mit­hin bei einem behin­der­ten Kind als sit­ten­wid­rig dar.
Zudem führt das Han­deln des behin­der­ten Pflicht­teils­be­rech­tig­ten nur eine Situa­ti­on her­bei, die in ver­gleich­ba­rer Wei­se durch eine tes­ta­men­ta­ri­sche Gestal­tung der Eltern hät­te erreicht wer­den kön­nen. Hät­ten die­se sich nicht gegen­sei­tig als Allein­er­ben ein­ge­setzt, son­dern – einer oft gege­be­nen Emp­feh­lung fol­gend 18 – dem behin­der­ten Nach­kom­men bereits beim ers­ten Erb­fall eine Mit­er­ben­stel­lung ein­ge­räumt, hät­te der Sozi­al­hil­fe­trä­ger nur bei einer Aus­schla­gung auf den Pflicht­teils­an­spruch zugrei­fen kön­nen. Nach heu­te ein­hel­li­ger und über­zeu­gen­der Auf­fas­sung kann der Sozi­al­hil­fe­trä­ger indes nicht das Aus­schla­gungs­recht auf sich über­lei­ten und aus­üben, um den Pflicht­teils­an­spruch nach § 2306 Abs. 1 BGB gel­tend zu machen 19. Andern­falls erhiel­te der Sozi­al­hil­fe­trä­ger die Mög­lich­keit, auf die Erb­fol­ge Ein­fluss zu neh­men, was gene­rell nicht dem Erb­las­ser­wil­len ent­spricht 20 und nach dem Gesetz den Bedach­ten selbst vor­be­hal­ten ist. Der Zugriff auf den Pflicht­teil des Behin­der­ten wäre danach dem Sozi­al­hil­fe­trä­ger bei einer ent­spre­chen­den tes­ta­men­ta­ri­schen Gestal­tung in ver­gleich­ba­rer Wei­se ver­wehrt gewe­sen wie bei Wirk­sam­keit des Pflicht­teils­ver­zichts. Des­halb kann weder das Vor­ge­hen des Behin­der­ten als sol­ches sitt­lich miss­bil­ligt wer­den noch hat die­ses ein miss­bil­li­gens­wer­tes Ergeb­nis zur Fol­ge.

Eben­so wenig über­zeugt es schließ­lich, die Sit­ten­wid­rig­keit zivil­recht­li­cher Rechts­ge­schäf­te mit dem – wie bereits aus­ge­führt – nur schwach aus­ge­stal­te­ten sozi­al­recht­li­chen Nach­rang­grund­satz zu begrün­den. Der Ver­zicht auf eine Erwerbs­quel­le ändert nichts an der Ver­pflich­tung, vor­han­de­nes Ver­mö­gen und vor­han­de­ne Ein­künf­te ein­zu­set­zen. Die pflicht­wid­ri­ge Her­bei­füh­rung der eige­nen Bedürf­tig­keit kann inner­halb des sozi­al­recht­li­chen Rege­lungs­sys­tems mit Leis­tungs­kür­zun­gen sank­tio­niert wer­den (vgl. § 26 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SGB XII). Für das Hin­ein­wir­ken eines sol­chen öffent­lich-recht­li­chen Rege­lungs­prin­zips in die Zivil­rechts­ord­nung über § 138 Abs. 1 BGB, um Behin­der­ten die erbrecht­li­chen Instru­men­te zu beschnei­den, fehlt dage­gen eine trag­fä­hi­ge Grund­la­ge.

Die Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs zur Unwirk­sam­keit von Unter­halts­ver­zich­ten in Ehe­ver­trä­gen und Schei­dungs­fol­gen­ver­ein­ba­run­gen, die den Sozi­al­hil­fe­trä­ger benach­tei­li­gen, ist auf Pflicht­teils­ver­zichts­ver­trä­ge nicht über­trag­bar. Dabei braucht der umstrit­te­nen Fra­ge, ob und in wel­chem Umfang der Pflicht­teil (noch) eine Unter­halts­funk­ti­on hat, er etwa ein funk­tio­nel­les Kor­re­lat zur Unter­halts­pflicht des Erb­las­sers dar­stellt, nicht wei­ter nach­ge­gan­gen zu wer­den 21. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat bei sei­ner Ent­schei­dung zur Bestands­ga­ran­tie des Pflicht­teils­rechts dar­auf jeden­falls nicht abge­stellt 22.

Eben­so wenig kommt es dar­auf an, ob der Gesetz­ge­ber in § 2346 BGB eine dem Unter­halts­ver­zichts­ver­bot des § 1614 Abs. 1 BGB vor­ge­hen­de spe­zi­al­ge­setz­li­che Wer­tung getrof­fen hat 23 und ob der Pflicht­teils­be­rech­tig­te im kon­kre­ten Fall sei­ne Stel­lung als Unter­halts­gläu­bi­ger durch den Ver­zicht ver­schlech­tern wür­de 24.

Dahin­ste­hen kann schließ­lich, ob die Begrün­dung letzt­lich trägt, das Pflicht­teils­recht stel­le im Gegen­satz zum Unter­halts­an­spruch noch kei­ne siche­re – bereits bestehen­de – Erwerbs­quel­le dar. Ent­schei­dend ist inso­weit, dass das Pflicht­teils­recht der Leis­tungs­be­zie­he­rin allen­falls ein Kor­re­lat zu ihren Unter­halts­an­sprü­chen gegen­über ihren Eltern sein und der Sozi­al­hil­fe­trä­ger gera­de die­se Unter­halts­an­sprü­che wegen des hier ein­grei­fen­den Grund­sat­zes des Fami­li­en­las­ten­aus­gleichs nur in sehr ein­ge­schränk­tem Maße auf sich über­lei­ten kann (§§ 19 Abs. 3, 92, 94 Abs. 2 SGB XII). Dabei besteht kein Anhalt dafür, dass der Grund­satz des Fami­li­en­las­ten­aus­gleichs das "Fami­li­en­ver­mö­gen" der Eltern nur zu deren Leb­zei­ten schüt­zen soll­te. Eine sol­che Begren­zung ergibt sich weder aus dem Erb- noch aus dem Sozi­al­recht. So besteht die Beschrän­kung des Anspruchs­über­gangs nach § 92 Abs. 2 SGB XII unab­hän­gig davon, ob die Eltern durch eine höhe­re Inan­spruch­nah­me unbil­lig in ihrer Lebens­füh­rung beein­träch­tigt wer­den. Letz­te­res begrün­det bei Vor­lie­gen einer "unbil­li­gen Här­te" viel­mehr eine eigen­stän­di­ge Beschrän­kung (§ 92 Abs. 3 SGB XII). Auch wird die Hil­fe, die über die Gren­zen des § 92 Abs. 2 SGB XII hin­aus­geht, nicht etwa nur als Dar­le­hen gewährt, obwohl das SGB XII die­se Form der Hil­fe­leis­tung durch­aus kennt (vgl. § 91 SGB XII). Das alles spricht ent­schei­dend dafür, dass den Fami­li­en behin­der­ter Leis­tungs­be­zie­her das über die Gren­zen des § 92 Abs. 2 SGB XII hin­aus­ge­hen­de Ein­kom­men und Ver­mö­gen auf Dau­er und nicht nur zu Leb­zei­ten der Eltern belas­sen wer­den soll.

Wäre der Pflicht­teils­ver­zicht unwirk­sam, könn­te der Sozi­al­hil­fe­trä­ger nach dem Erb­fall dage­gen über den Pflicht­teil – als Kor­re­lat des Unter­halts­an­spruchs begrif­fen – in wei­te­rem Umfang gegen den Unter­halts­schuld­ner vor­ge­hen als zuvor. Dies ist in sich wider­sprüch­lich und mit dem Grund­satz des Fami­li­en­las­ten­aus­gleichs nicht zu ver­ein­ba­ren.

In die­sem Zusam­men­hang zeigt sich auch der Unter­schied zum Fami­li­en­recht. Wäh­rend Unter­halts­ver­zich­te in Ehe­ver­trä­gen ehe­be­ding­te Nach­tei­le, für deren Ver­tei­lung ein gesetz­li­ches Sys­tem besteht, unter des­sen Umge­hung auf die All­ge­mein­heit ver­tei­len sol­len, gibt es für die Tra­gung der beson­de­ren Las­ten, die mit der Erzie­hung und Betreu­ung behin­der­ter Kin­der ver­bun­den sind, ein gesetz­li­ches Sys­tem im Sozi­al­recht, das den Zugriff auf die Eltern als Unter­halts­schuld­ner weit­ge­hend aus­schließt und die­se Las­ten der All­ge­mein­heit auf­bür­det.

Gegen die Annah­me sit­ten­wid­ri­ger Anwen­dung erbrecht­li­cher Gestal­tungs­in­stru­men­te spricht letzt­lich das "bered­te" Schwei­gen des Gesetz­ge­bers. Das Rege­lungs­sys­tem im Sozi­al­recht, das die gegen­läu­fi­gen Grund­sät­ze der Sub­si­dia­ri­tät und des Fami­li­en­las­ten­aus­gleichs gegen­ein­an­der abgren­zen muss, ent­hält kei­ne Vor­schrift, die es dem Sozi­al­hil­fe­trä­ger ermög­licht, in jedem Fall min­des­tens auf den Pflicht­teil des Leis­tungs­be­zie­hers zugrei­fen zu kön­nen.

Obwohl die Dis­kus­si­on über Behin­der­ten­tes­ta­men­te seit lan­gem geführt wird und seit dem ers­ten Senats­ur­teil zum Behin­der­ten­tes­ta­ment 25 zwei Jahr­zehn­te ver­gan­gen sind, hat der Gesetz­ge­ber – trotz ent­spre­chen­der Vor­schlä­ge 26 – die betref­fen­den Vor­schrif­ten des Sozi­al­rechts nicht geän­dert. Der Sozi­al­hil­fe­trä­ger wird im Ver­hält­nis zu ande­ren Gläu­bi­gern ledig­lich durch die Rege­lung in § 93 Abs. 1 Satz 4 SGB XII gegen­über § 852 Abs. 1 ZPO pri­vi­le­giert 27.

Daher besteht kein Anlass oder Grund, die bis­lang unter­blie­be­ne Erwei­te­rung von Zugriffs­mög­lich­kei­ten gegen­über Eltern und Fami­li­en behin­der­ter Kin­der im Rah­men des § 138 Abs. 1 BGB rich­ter­recht­lich nach­zu­ho­len. Dies ist dem Gesetz­ge­ber vor­be­hal­ten 28.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 19. Janu­ar 2011 – IV ZR 7/​10

  1. BGHZ 123, 368; 111, 36; BGH, Urtei­le vom 08.12.2004 – IV ZR 223/​03, NJW-RR 2005, 369; vom 19.10.2005 – IV ZR 235/​03, NJW-RR 2006, 223[]
  2. VGH Baden-Würt­tem­berg, NJW 1993, 2953, 2954 f.; OLG Stutt­gart NJW 2001, 3484 [unter II 2 c aa]; Juchem, Ver­mö­gens­über­tra­gung zuguns­ten behin­der­ter Men­schen durch vor­weg­ge­nom­me­ne Erb­fol­ge und Ver­fü­gun­gen von Todes wegen [2001], S. 132, 171; Lam­brecht, Der Zugriff des Sozi­al­hil­fe­trä­gers auf den erbrecht­li­chen Erwerb [2001], S. 172; Schu­ma­cher, Rechts­ge­schäf­te zu Las­ten der Sozi­al­hil­fe im Fami-lien- und Erbrecht [2000], S. 142 ff.; Set­ter­gren, Das "Behin­der­ten­tes­ta-ment" im Span­nungs­feld zwi­schen Pri­vat­au­to­no­mie und sozi­al­hil­fe­recht­li­chem Nach­rang­prin­zip [1999], S. 28 ff.; Köbl, ZfSH/​SGB 1990, 449, 459 [unter II 3 c]; wohl auch van de Loo, Mitt­RhNotK 1989, 233, 250; neu­er­dings: Dut­ta, Fam­RZ 2010, 841 [unter 4] und AcP 209 (2009) 760 [unter IV 1]; wohl auch Kle­en­sang, RNotZ 2007, 22, 23; auf­grund der beson­de­ren Umstän­de des Streit­fal­les Arm­brüs­ter, ZEV 2010, 88 [unter 3][]
  3. BGHZ 178, 322 Rn. 36; BGHZ 158, 81, 87; BGHZ 86, 82, 88; BGH, Urtei­le vom 25.10.2006 – XII ZR 144/​04, NJW 2007, 904 Rn. 19; vom 24.04.1985 – IVb ZR 22/​84, Fam­RZ 1985, 788, 790[]
  4. Schot­ten in Stau­din­ger, BGB [2010] § 2346 Rn. 70b; von Proff, ZErb 2010, 206 [un-ter III 2]; Vau­pel, RNotZ 2010, 141 ff. und RNotZ 2009, 497 [unter B I 2 c bb]; Jörg May­er, ZEV 2007, 556, 559 [unter 2.8]; Krauß, Über­las­sungs­ver­trä­ge in der Pra­xis [2006], Rn. 82; Littig/​Jörg May­er, Sozi­al­hil­fe­re­gress gegen­über Erben und Beschenk­ten [1999], Rn. 177; Sturm, Pflicht­teil und Unter­halt [1993], S. 177 ff., 186; wohl auch Engel­mann, Letzt­wil­li­ge Ver­fü­gun­gen zuguns­ten Ver­schul­de­ter oder Sozi­al­hil­fe­be­dürf­ti­ger 2. Aufl. [2001], S. 25 ff.; im Streit­fall: Bengel/​Spall, ZEV 2010, 195 [unter 1] und Lit­zen­bur­ger, FD-ErbR 2010, 297734 [unter Pra­xis­hin­weis Nr. 2][]
  5. vgl. BGHZ 37, 319, 325; Münch­Komm-BGB/­We­ger­hoff, 5. Aufl. § 2346 Rn. 3 ff. m.N.[]
  6. vgl. BGHZ 111, 36, 42[]
  7. BGHZ 111, 36, 42[]
  8. BGHZ 123, 368, 376[][]
  9. BGH, Urteil vom 06.02.2009 – V ZR 130/​08, NJW 2009, 1346[]
  10. BGH aaO Rn. 15[]
  11. BGH aaO Rn. 18[]
  12. OLG Stutt­gart, NJW 2001, 3484[]
  13. OLG Hamm, ZEV 2009, 471 mit im Ergeb­nis zustim­men­der Anmer­kung von Lei­pold[]
  14. so zutref­fend bereits LG Aachen, Fam­RZ 2005, 1506, 1507[]
  15. fer­ner BGH, Urteil vom 25.06.2009 – IX ZB 196/​08, Fam­RZ 2009, 1486 Rn. 13 ff.[]
  16. vgl. dazu die BGH, Urtei­le vom 08.12.2004 aaO; und vom 19.10.2005 aaO[]
  17. vgl. BVerfGE 103, 89, 101[]
  18. etwa Everts, ZErb 2005, 353, 358[]
  19. OLG Frank­furt, ZEV 2004, 24; von Proff, ZErb 2010, 206; Vau­pel, RNotZ 2009, 497 m.w.N.; Lit­zen­bur­ger, ZEV 2009, 278 und RNotZ 2005, 162 m.w.N.; Mensch, BWNotZ 2009, 162; Ruby, ZEV 2006, 66; Grzi­wotz, Not­BZ 2006, 149, 151 f.; Krauß, Über­las­sungs­ver­trä­ge in der Pra­xis [2006], Rn. 86; Muscheler, ZEV 2005, 119; Ivo, Fam­RZ 2003, 6; Kuch­in­ke, Fam­RZ 1992, 362; Ben­gel, ZEV 1994, 29, 30; Köbl, ZfSH/​SGB 1990, 449, 464; Haas in Stau­din­ger, BGB [2006] § 2317 Rn. 48b m.w.N.; wohl auch OLG Stutt­gart, NJW 2001, 3484; Kle­en­sang, RNotZ 2007, 22, 24 f.; Naza­ri Golpayegani/​Boger, ZEV 2005, 377; Jörg May­er, Mitt­BayNot 2005, 286, 289; Nie­der, NJW 1994, 1265; a.A. frü­her nur van de Loo, NJW 1990, 2852, 2856; Mitt­RhNotK 1989, 233, 249 und Mitt­RhNotK 1989, 225, 226, der sei­ne ent­ge­gen­ste­hen­de Auf­fas­sung in ZEV 2006, 473, 477 aus­drück­lich auf­ge­ge­ben hat[]
  20. BGH, Urteil vom 19.10.2005 aaO[]
  21. vgl. dazu aus­führ­lich Sturm aaO S. 115 ff.[]
  22. NJW 2005, 1561, 1563 f.; vgl. auch Keim, ZEV 2010, 56 [unter 3] m.w.N.[]
  23. vgl. Sturm aaO S. 177 ff.[]
  24. vgl. Dut­ta Fam­RZ 2010, 841[]
  25. BGHZ 111, 36[]
  26. vgl. nur Küb­ler, Das soge­nann­te Behin­der­ten­tes­ta­ment unter beson­de­rer Berück­sich­ti­gung der Stel­lung des Betreu­ers [1998], S. 142 f.[]
  27. vgl. dazu BGH, Urteil vom 08.12.2004 – IV ZR 223/​03, NJW-RR 2005, 369[]
  28. vgl. Arm­brüs­ter, ZEV 2010, 555, 556; Klin­gel­höf­fer, ZEV 2010, 385, 387[]