Schö­ner Erben in der EU

Die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on plant einen ein­heit­li­chen Rechts­rah­men für grenz­über­schrei­ten­de Erb­fäl­le. Ins­be­son­de­re die Zustän­dig­keit bei grenz­über­schrei­ten­den Erb­fäl­len soll mit gemein­schaft­li­chen Vor­schrif­ten klar gere­gelt wer­den.

Schö­ner Erben in der EU

Im EU-Aus­land leben­de Bür­ger sol­len zukünf­tig die Mög­lich­keit haben, fest­zu­le­gen, dass ihr letz­ter Wil­le nach der Gesetz­ge­bung ihres Her­kunfts­lan­des aus­ge­führt wird. Geschieht dies nicht, sol­len die Rechts­vor­schrif­ten des Lan­des gel­ten, in dem der Ver­stor­be­ne zuletzt leb­te, und zwar für den gesam­ten Nach­lass, auch wenn sich dar­un­ter Ver­mö­gen in einem ande­ren EU-Mit­glieds­land befin­det.

Ziel der von der EU-Kom­mis­si­on vor­ge­schla­ge­nen Rege­lung ist es, zu ver­hin­dern, dass wei­ter­hin Gerich­te in ver­schie­de­nen EU-Län­dern sich wider­spre­chen­de Urtei­le zu ein und dem­sel­ben Nach­lass fäl­len. Eine ein­zi­ge Instanz – ob im Wohn­sitz- oder Her­kunfts­land – soll in Zukunft für den gesam­ten Nach­lass zustän­dig sein.

Die EU-Kom­mis­si­on schlägt außer­dem die Schaf­fung eines Nach­lass­zeug­nis­ses vor, mit dem sich die Erben und Nach­lass­ver­wal­ter in ande­ren Län­dern leicht aus­wei­sen kön­nen. Der­zeit erken­nen nicht alle EU-Län­der die ent­spre­chen­den Doku­men­te ande­rer Län­der an.

Die Har­mo­ni­sie­rungs­be­mü­hun­gen der EU-Kom­mis­si­on betref­fen hin­ge­gen nicht die Erb­schafts­steu­er, die eben­so wie die Fra­ge der Erb­fol­ge­re­ge­lung oder Auf­tei­lung des Nach­las­ses wei­ter­hin unter natio­na­les Recht fällt.