Erfül­lungs­ort der Nach­er­fül­lung beim Auto­kauf

Muss der Auto­käu­fer das Fahr­zeug zur Män­gel­be­sei­ti­gung zum Ver­käu­fer brin­gen oder muss der Ver­käu­fer zum Käu­fer kom­men? Die­se Fra­ge wird ins­be­son­de­re dann wich­tig, wenn das Fahr­zeug nicht am Wohn­ort gekauft wur­de, son­dern bei einem in eini­ger Ent­fer­nung sit­zen­den Händ­ler. Zumin­dest bei einem pri­va­ten Auto­käu­fer sieht das Ober­lan­des­ge­richt Cel­le den Ver­käu­fer in der Pflicht:

Erfül­lungs­ort der Nach­er­fül­lung beim Auto­kauf

Ist bei dem Kauf eines Fahr­zeugs für pri­va­te Zwe­cke für die Durch­füh­rung der Nach­er­fül­lung ein Ort im Ver­trag nicht bestimmt und war bei­den Sei­ten bei Ver­trags­schluss klar, dass das Fahr­zeug bestim­mungs­ge­mäß beim Käu­fer sein wird, ist Erfül­lungs­ort der Nach­er­fül­lung der Wohn­sitz des Käu­fers [1].

Ober­lan­des­ge­richt Cel­le, Urteil vom 10. Dezem­ber 2009 – 11 U 32/​09

  1. im Anschluss an OLG Mün­chen NJW 2006, 449 und die­sem fol­gend BGH NJW-RR 2008, 724. gegen OLG Mün­chen NJW 2007, 3214[]