Feh­ler­haf­te Ter­mins­be­stim­mung in der Zwangs­ver­stei­ge­rung

Der Zuschlag kann auch nach einer rechts­feh­ler­haf­ten Fort­set­zung des Ver­fah­rens durch das Voll­stre­ckungs­ge­richt von Amts wegen erteilt wer­den, wenn der betrei­ben­de Gläu­bi­ger bei der Anhö­rung über den Zuschlag (§ 74 ZVG) das Ver­fah­ren geneh­migt. Die Geneh­mi­gung kann auch mit der Zustim­mung des Gläu­bi­gers zur Ertei­lung des Zuschlags an den Meist­bie­ten­den erklärt sein.

Feh­ler­haf­te Ter­mins­be­stim­mung in der Zwangs­ver­stei­ge­rung

Die feh­ler­haf­te Fort­set­zung des Ver­fah­rens von Amts wegen führt nicht zu einem Zuschlags­ver­sa­gungs­grund nach § 83 Nr. 6 ZVG, da für das Voll­stre­ckungs­ge­richt sich das wei­te­re Ver­fah­ren nach der for­mell rechts­kräf­tig gewor­de­nen Zwi­schen­ent­schei­dung bestimmt 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 19. Novem­ber 2009 – V ZB 118/​09

  1. Fort­set­zung von BGH, Beschluss vom 05.07.2007 – V ZB 118/​06, NJW 2007, 3360[]