Fest­stel­lung zukünf­ti­ger Rechts­ver­hält­nis­se

Das fest­zu­stel­len­de Rechts­ver­hält­nis (§ 256 ZPO) muss grund­sätz­lich ein gegen­wär­ti­ges sein. Betag­te und beding­te Rechts­ver­hält­nis­se sind fest­stel­lungs­fä­hig, nicht aber künf­ti­ge.

Fest­stel­lung zukünf­ti­ger Rechts­ver­hält­nis­se

Eine Kla­ge auf Fest­stel­lung von Rechts­fol­gen aus einem erst künf­tig mög­li­cher­wei­se ent­ste­hen­den Rechts­ver­hält­nis ist daher unzu­läs­sig.

Aller­dings reicht es aus, wenn das Sub­strat einer Rechts­be­zie­hung, aus der sich die fest­zu­stel­len­de Rechts­fol­ge ablei­ten lässt, gegen­wär­tig schon vor­han­den ist.

Unzu­rei­chend ist jedoch die blo­ße Mög­lich­keit, dass sich bei einer der­zeit nicht ein­mal in den Grund­la­gen über­schau­ba­ren Ent­wick­lung die fest­zu­stel­len­den Ansprü­che erge­ben kön­nen1.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 1. Febru­ar 2018 – III ZR 53/​17

  1. z.B. BGH, Urtei­le vom 22.03.1983 – VI ZR 13/​81, MDR 1983, 836; vom 20.11.1992 – V ZR 82/​91, BGHZ 120, 239, 253; und vom 13.03.2001 – VI ZR 290/​00, NJW-RR 2001, 957; Münch­Komm-ZPO/­Be­cker-Eber­hard, 5. Aufl., § 256 Rn. 30 f und die Sach­ver­hal­te in BGH, Urtei­le vom 08.10.1958 – V ZR 54/​56, BGHZ 28, 225, 233 f; vom 16.05.1962 – IV ZR 215/​61, BGHZ 37, 137, 144 f; vom 23.09.1987 – IVa ZR 59/​86, NJW 1988, 774 f; vom 25.10.2004 – II ZR 413/​02, NJW-RR 2005, 637 f; und vom 19.11.2014 – VIII ZR 79/​14, NJW 2015, 873 Rn. 26; sie­he auch BGH, Urteil vom 03.12 1951 – III ZR 119/​51, BGHZ 4, 133, 134 f