Fest­stel­lungs­ur­teil – und sei­ne Rechts­kraft zwi­schen Streit­ge­nos­sen

Ein gegen ein­fa­che Streit­ge­nos­sen ergan­ge­nes Fest­stel­lungs­ur­teil ent­fal­tet im Ver­hält­nis unter die­sen kei­ne Rechts­kraft­wir­kung.

Fest­stel­lungs­ur­teil – und sei­ne Rechts­kraft zwi­schen Streit­ge­nos­sen

Die titu­lier­te Fest­stel­lung ent­fal­tet ihre Rechts­kraft­wir­kung näm­lich allein im Ver­hält­nis zwi­schen den ein­an­der gegen­über­ste­hen­den Par­tei­en des Rechts­streits, hier also zwi­schen der Klä­ge­rin einer­seits und den bei­den Beklag­ten ande­rer­seits. Als ein­fa­che Streit­ge­nos­sen sind die Beklag­ten hier­an im Ver­hält­nis unter­ein­an­der nicht gebun­den; eine Rechts­kraft­wir­kung tritt inso­weit nicht ein 1.

Recht­li­che Rele­vanz hat der Fest­stel­lungs­aus­spruch mit­hin allein für das Ver­hält­nis zwi­schen der Klä­ge­rin einer­seits und den bei­den Beklag­ten ande­rer­seits.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 18. Mai 2017 – III ZR 525/​16

  1. s. hier­zu OLG Düs­sel­dorf, NJW-RR 1992, 922, 923; OLG Hamm, NJW-RR 1997, 90, 91; OLG Koblenz, NZG 2006, 270, 271; Musielak in Musielak/​Voit, ZPO, 14. Aufl., § 325 Rn. 5; Münch­Komm-ZPO/Gott­wald, 5. Aufl., § 325 Rn. 12; Zöller/​Vollkommer, ZPO, 31. Aufl., § 325 Rn. 4; HkZPO/​Saenger, 7. Aufl., § 325 Rn. 3; PG/Völz­mann-Sti­ckel­brock, ZPO, 9. Aufl., § 325 Rn. 5[]