Fotos von Chris­to-Aktio­nen und deren Ver­mark­tung

Bil­der von den Wer­ken der Künst­ler Chris­to und Jean­ne-Clau­de dür­fen nicht von einer Foto­agen­tur ver­brei­tet wer­den.

Fotos von Chris­to-Aktio­nen und deren Ver­mark­tung

In dem hier vor­lie­gen­den Fall hat das Land­ge­richt Ber­lin einer Foto­agen­tur unter­sagt, Fotos von Kunst­wer­ken zu ver­brei­ten, die der Künst­ler Chris­to und sei­ne ver­stor­be­ne Frau Jean­ne-Clau­de rea­li­siert haben. Die Ver­mark­tung von Ablich­tun­gen sei­ner Kunst­wer­ke ist danach nicht gestat­tet. So darf die Foto­agen­tur die Bil­der z.B. vom ver­hüll­ten Reichs­tags­ge­bäu­de weder ver­viel­fäl­ti­gen, ver­brei­ten noch öffent­lich zugäng­lich machen.

Zur Begrün­dung hat das Land­ge­richt Ber­lin aus­ge­führt, Chris­to ste­he ein ent­spre­chen­der urhe­ber­recht­li­cher Unter­las­sungs­an­spruch zu. Ein Recht der Foto­agen­tur zur Bericht­erstat­tung über die Kunst­ak­tio­nen bestehe nicht und erge­be sich weder aus dem Urhe­ber­recht noch aus dem Grund­recht der Pres­se­frei­heit.

Land­ge­richt Ber­lin, Urteil vom 27. Sep­tem­ber 2011 – 16 O 484/​10