Fris­ten­ka­len­der – und die Beru­fungs­be­grün­dungs­frist

Rechts­mit­te­lund Rechts­mit­tel­be­grün­dungs­fris­ten müs­sen so notiert wer­den, dass sie sich von gewöhn­li­chen Wie­der­vor­la­ge­fris­ten deut­lich abhe­ben.

Fris­ten­ka­len­der – und die Beru­fungs­be­grün­dungs­frist

Es ent­spricht gefes­tig­ter Recht­spre­chung, dass Rechts­mit­te­lund Rechts­mit­tel­be­grün­dungs­fris­ten so notiert wer­den müs­sen, dass sie sich von gewöhn­li­chen Wie­der­vor­la­ge­fris­ten deut­lich abhe­ben. Inso­weit kom­men beson­de­re Spal­ten für Rechts­mit­te­lund Rechts­mit­tel­be­grün­dungs­fris­ten sowie eine farb­li­che Kenn­zeich­nung bestimm­ter Sachen in Betracht 1.

Die­sen orga­ni­sa­to­ri­schen Vor­keh­run­gen wur­de im hier ent­schie­de­nen Fall nicht genügt: Es fehlt an einer deut­li­chen Her­vor­he­bung der Rechts­mit­te­lund Rechts­mit­tel­be­grün­dungs­fris­ten. Im Kalen­der des Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ten des Klä­gers wur­den sämt­li­che Fris­ten in glei­cher Wei­se fest­ge­hal­ten. Eine gerin­ge Anzahl zu beach­ten­der Fris­ten mag die Anfor­de­run­gen an die Her­vor­he­bung mil­dern, gestat­tet indes­sen nicht, dar­auf wie im Büro des Klä­ger­ver­tre­ters völ­lig zu ver­zich­ten 2. Die deut­li­che Her­vor­he­bung wich­ti­ger Fris­ten ist zur Ver­mei­dung von Unklar­hei­ten grund­sätz­lich stän­dig und ohne Rück­sicht dar­auf, wie vie­le wei­te­re Fris­ten ein­ge­tra­gen sind, zu beach­ten.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 12. Sep­tem­ber 2019 – IX ZB 13/​19

  1. BGH, Beschluss vom 29.07.2004 – III ZB 27/​04, NJW-RR 2005, 215[]
  2. vgl. BGH, Urteil vom 21.12 1988 – VIII ZR 84/​88, NJW 1989, 2393, 2394 f[]