Frist­ver­län­ge­rungs­an­trag – und die feh­len­de Begrün­dung

Den Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ten der Beklag­ten trifft an der Ver­säu­mung der Beru­fungs­be­grün­dungs­frist schon des­halb ein Ver­schul­den, da er kein Ver­trau­en in die Bewil­li­gung der bean­trag­ten Frist­ver­län­ge­rung haben durf­te, weil er sei­nen am letz­ten Tag der Frist gestell­ten Antrag auf Frist­ver­län­ge­rung nicht näher begrün­det hat­te 1.

Frist­ver­län­ge­rungs­an­trag – und die feh­len­de Begrün­dung

Die Beklag­te wird in die­sem Fall daher durch die Ver­wer­fungs­ent­schei­dung des Beru­fungs­ge­richts nicht in ihrem Jus­tiz­ge­wäh­rungs­an­spruch ver­letzt.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 5. Okto­ber 2016 – VII ZB 51/​15

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 09.07.2009 – VII ZB 111/​08, NJW 2009, 3100 Rn. 8[]