Fuß­ball – Jubel bei geschlos­se­nen Fens­tern und Türen

Damit die Nach­barn in ihrer Nacht­ru­he nicht gestört wer­den, ist wäh­rend der Über­tra­gung der Spie­le der deut­schen Fuß­ball­na­tio­nal­mann­schaft jeder Lärm nach 22:00 Uhr außer­halb der Woh­nung zu unterlassen.

Fuß­ball – Jubel bei geschlos­se­nen Fens­tern und Türen

So hat das Amts­ge­richt Neu­kölln in dem hier vor­lie­gen­den Eil­ver­fah­ren ent­schie­den und nicht zum ers­ten Mal einen Nach­bar­schafts­kon­flikt zwei­er Par­tei­en, die seit län­ge­rem uneins über die Art und Wei­se ihres nach­bar­schaft­li­chen Zusam­men­le­bens sind, geklärt. 

In sei­ner Ent­schei­dung hat das Amts­ge­richt Neu­kölln aus­ge­führt, dass den Antrags­geg­nern bis zum 14. Juli 2014 unter­sagt wor­den ist, wäh­rend der Spie­le der deut­schen Fuß­ball­na­tio­nal­mann­schaft außer­halb der Woh­nung der Antrags­geg­ner auf dem Grund­stück (…) ein­schließ­lich des Bal­kons und der Ter­ras­se der Woh­nung der Antrags­geg­ner nach 22:00 Uhr Lärm, ins­be­son­de­re in Form von gemein­schaft­li­chem Gesang, Gegröh­le und lau­ten Rufen zu ver­ur­sa­chen oder durch Fami­li­en­an­ge­hö­ri­ge oder Besu­cher ver­ur­sa­chen zu las­sen, durch den die Antrag­stel­le­rin oder ande­re Mit­be­woh­ner des Grund­stücks (…) in ihrer Nacht­ru­he gestört werden.

Wei­ter­hin ist den Antrags­geg­nern auf­ge­ge­ben wor­den, die Fens­ter und Außen­tü­ren ihrer Woh­nung wäh­rend der Spie­le der deut­schen Fuß­ball­na­tio­nal­mann­schaft bis zum 14. Juli nach 22.00 Uhr geschlos­sen zu hal­ten im Fal­le des Emp­fangs der Fern­seh-, Inter­net- und Rundfunkübertragung.

Für jeden Fall der Zuwi­der­hand­lung kann das Amts­ge­richt ein Ord­nungs­geld bis zu 250.000,00 Euro, ersatz­wei­se Ord­nungs­haft, oder eine Ord­nungs­haft bis zu sechs Mona­ten festsetzen.

Weiterlesen:
Ausgabe der Auswärtsdauerkarte erst im Bus

Amts­ge­richt Neu­kölln, Beschluss vom 25. Juni 2014 – 17 C 1004/​14

Bild­nach­weis: