Gegen­kon­trol­le bei der Fris­ten­kon­trol­le

Zu den zur Ermög­li­chung einer Gegen­kon­trol­le erfor­der­li­chen Vor­keh­run­gen im Rah­men der anwalt­li­chen Fris­ten­kon­trol­le gehört, dass die Rechts­mit­tel­fris­ten in der Hand­ak­te notiert wer­den und die Hand­ak­te durch ent­spre­chen­de Erle­di­gungs­ver­mer­ke oder auf sons­ti­ge Wei­se erken­nen lässt, dass die Fris­ten in den Fris­ten­ka­len­der ein­ge­tra­gen wor­den sind. Wird dem Rechts­an­walt die Sache im Zusam­men­hang mit einer frist­ge­bun­de­nen Pro­zess­hand­lung zur Bear­bei­tung vor­ge­legt, hat er die Ein­hal­tung sei­ner Anwei­sun­gen zur Berech­nung und Notie­rung lau­fen­der Rechts­mit­tel­fris­ten ein­schließ­lich deren Ein­tra­gung in den Fris­ten­ka­len­der auch dann eigen­ver­ant­wort­lich zu prü­fen, wenn die Hand­ak­te zur Bear­bei­tung nicht zugleich mit vor­ge­legt wor­den ist.

Gegen­kon­trol­le bei der Fris­ten­kon­trol­le

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 8. Febru­ar 2010 – II ZB 10/​09