Gericht­li­ches Geständ­nis

Ein gericht­li­ches Geständ­nis kann sich nur auf Behaup­tun­gen bezie­hen, wel­che die Gegen­par­tei vor­ge­tra­gen hat 1.

Gericht­li­ches Geständ­nis

Im vor­lie­gen­den Fall hat­te der Insol­venz­ver­wal­ter ledig­lich die Rück­stän­de bezif­fert, aber kei­ne geständ­nis­fä­hi­gen Anga­ben zu den von der Insol­venz­schuld­ne­rin geleis­te­ten (und hier ange­foch­te­nen) Zah­lun­gen gemacht. Des­halb ver­band sich mit der wech­sel­sei­ti­gen Antrag­stel­lung der Par­tei­en in der münd­li­chen Ver­hand­lung kei­ne Geständ­nis­wir­kung.

Infol­ge­des­sen war der Beklag­te pro­zes­su­al nicht gehin­dert, nach­fol­gend den von ihm zunächst genann­ten Betrag der erhal­ten Zah­lun­gen zu ermä­ßi­gen.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 17. Dezem­ber 2015 – IX ZR 61/​14

  1. vgl. BGH, Urteil vom 29.09.1989 – V ZR 326/​87, NJW 1990, 392, 393; vom 13.11.2003 – III ZR 70/​03, NJW 2004, 513, 515 f[]