Gesetz­li­cher For­de­rungs­über­gang – und die Kennt­nis des Schädigers

Für die Kennt­nis von einem For­de­rungs­über­gang nach § 116 Abs. 1 SGB X reicht aus, dass der Schä­di­ger tat­säch­li­che Umstän­de kennt, von denen all­ge­mein bekannt ist, dass sie ver­si­che­rungs­pflich­tig machen.

Gesetz­li­cher For­de­rungs­über­gang – und die Kennt­nis des Schädigers

An die Kennt­nis vom For­de­rungs­über­gang wer­den, um den Schutz der sozia­len Leis­tungs­trä­ger nicht durch die Behaup­tung feh­len­den Wis­sens vom Gläu­bi­ger­wech­sel unter­lau­fen zu kön­nen, von der Recht­spre­chung im Rah­men des § 116 Abs. 1 SGB X, wie schon zur Zeit der Gel­tung des § 1542 RVO [1], nur maß­vol­le Anfor­de­run­gen gestellt.

Für die Kennt­nis des Schä­di­gers von einem For­de­rungs­über­gang nach § 116 Abs. 1 SGB X genügt schon das Wis­sen, dass der Ver­letz­te sozi­al­ver­si­chert ist; es reicht sogar aus, wenn er tat­säch­li­che Umstän­de kennt, von denen all­ge­mein bekannt ist, dass sie ver­si­che­rungs­pflich­tig machen [2].

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 23. Sep­tem­ber 2014 – VI ZR 483/​12

  1. BGH, Urteil vom 04.10.1983 – VI ZR 44/​82, VersR 1984, 35 18[]
  2. stän­di­ge Recht­spre­chung, so etwa BGH, Urtei­le vom 12.12 1995 – VI ZR 271/​94, BGHZ 131, 274, 286; und vom 20.09.1994 – VI ZR 285/​93, BGHZ 127, 120, 127 f.[]