Gläu­bi­ger­an­trag und Eigen­an­trag – und die Ableh­nung der Insol­venz­eröff­nung man­gels Mas­se

Ein Gläu­bi­ger­an­trag auf Eröff­nung des Insol­venz­ver­fah­rens über das Ver­mö­gen des Schuld­ners kann nicht ohne gleich­zei­ti­ge Ent­schei­dung über des­sen eige­nen Eröff­nungs- und Stun­dungs­an­trag man­gels Mas­se abge­wie­sen wer­den.

Gläu­bi­ger­an­trag und Eigen­an­trag – und die Ableh­nung der Insol­venz­eröff­nung man­gels Mas­se

Die Abwei­sung eines Insol­venz­an­trags man­gels Mas­se hat nach § 26 Abs. 1 Satz 2 InsO zu unter­blei­ben, wenn die Kos­ten des Ver­fah­rens nach § 4a InsO gestun­det wer­den. Ist der Schuld­ner eine natür­li­che Per­son und hat­te er einen wirk­sa­men Antrag auf Ver­fah­rens­kos­ten­stun­dung gestellt, ist die­ser vor einer Abwei­sung des Eröff­nungs­an­tra­ges man­gels Mas­se zu prü­fen 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 9. Febru­ar 2012 – IX ZB 86/​10

  1. HK-InsO/­Kirch­hof, 6. Aufl. § 26 Rn. 21[]