Grundsätzliche Bedeutung – und der Einzelrichter

Der Einzelrichter hat bei Rechtssachen, die grund­sätz­li­che Bedeutung haben oder beson­de­re Schwierigkeiten tat­säch­li­cher oder recht­li­cher Art auf­wei­sen, das Verfahren gemäß § 568 Satz 2 ZPO zwin­gend dem Kollegium zu über­tra­gen.

Grundsätzliche Bedeutung – und der Einzelrichter

Bejaht er wie hier mit sei­ner Entscheidung, die Rechtsbeschwerde zuzu­las­sen, die grund­sätz­li­che Bedeutung der Rechtssache, ent­schei­det er aber zugleich in der Sache als Einzelrichter, so ist sei­ne Entscheidung objek­tiv will­kür­lich und ver­stößt gegen das Verfassungsgebot des gesetz­li­chen Richters, was vom Rechtsbeschwerdegericht von Amts wegen zu beach­ten ist 1.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 27. Juni 2019 – IX ZB 5/​19

  1. st. Rspr., vgl. BGH, Beschluss vom 22.11.2011 – VIII ZB 81/​11, NJW-RR 2012, 125 Rn. 9 mwN; vom 18.09.2018 – VI ZB 34/​17, NJW-RR 2018, 1460 Rn. 5; vom 19.12 2018 – VII ZB 45/​18, WM 2019, 271 Rn. 7 ff