Gut­gläu­bi­ger Erwerb einer Siche­rungs­grund­schuld

Grund­schul­den, die vor Inkraft­tre­ten des Risi­ko­be­gren­zungs­ge­set­zes abge­tre­ten wor­den sind, kön­nen unein­ge­schränkt gut­gläu­big ein­re­de­frei erwor­ben wer­den, was in dem Fall, in dem die Ver­bin­dung zwi­schen Grund­schuld und gesi­cher­ter For­de­rung durch den Siche­rungs­ver­trag ver­lo­ren gegan­gen ist, die Zwangs­voll­stre­ckung in Höhe des Nenn­werts der Grund­schuld ermög­licht, auch wenn die gesi­cher­te For­de­rung tat­säch­lich in gerin­ge­rer Höhe valu­tiert.

Gut­gläu­bi­ger Erwerb einer Siche­rungs­grund­schuld

Die for­mu­lar­mä­ßi­ge Unter­wer­fung unter die sofor­ti­ge Zwangs­voll­stre­ckung in einer nota­ri­el­len Urkun­de über die Bestel­lung einer Grund­schuld ist auch mit Blick auf die freie Abtret­bar­keit von Grund­schuld und gesi­cher­ter For­de­rung nicht unan­ge­mes­sen im Sin­ne von § 307 Abs. 1 BGB (n.F.).

Ober­lan­des­ge­richt Cel­le, Urteil vom 27. Mai 2009 – 3 U 292/​08