Haupt- und Hilfsanträge – und der Streitwert

Nach § 45 Abs. 1 Sätze 2 und 3 GKG sind für die Festsetzung des Streitgegenstands der Hauptund die Hilfsanträge der Klägerin zusammenzurechnen, wenn über beide zu entscheiden war und auch entschieden worden ist (§ 45 Abs. 1 Satz 2 GKG).

Haupt- und Hilfsanträge - und der Streitwert

Nach § 45 Abs. 1 Satz 3 GKG ist jedoch der Wert des höheren Anspruchs maßgeblich, wenn sie denselben Gegenstand betreffen, weil sie einander ausschließen1.

Der Wert einer auf Auflassung eines Grundstücks gerichteten Klage bestimmt sich nach § 6 ZPO und damit nach dem Wert des Grundstücks2.

Dieser Betrag bestimmt als der höhere Wert den Streitwert des bisherigen Verfahrens. Die für die verlangte Rückübereignung des Grundstücks zu erbringende Gegenleistung, nämlich die Rückzahlung des gezahlten Kaufpreises, bleibt nach ständiger Rechtsprechung außer Betracht3.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 13. Februar 2019 – V ZR 68/17

  1. vgl. BGH, Beschlüsse vom 16.12 1964 – VIII ZR 47/63, BGHZ 43, 31, 33; und vom 27.02.2003 – III ZR 115/02, NJW-RR 2003, 713 []
  2. BGH, Beschluss vom 11.12 1981 – V ZR 49/81, ZIP 1982, 221 f.; BGH, Beschluss vom 12.09.2000 – X ZR 89/00, NJW-RR 2001, 518 []
  3. BGH, Beschluss vom 15.04.1999 – V ZR 391/98, MDR 1999, 1022; RGZ 140, 358, 359 []