Haupt­an­trag und Hilfs­an­trag

Über das Ver­hält­nis der Anträ­ge als Haupt- bzw. Hilfs­an­trag ent­schei­det allein der Klä­ger. Das Gericht darf sie nicht umtau­schen 1.

Haupt­an­trag und Hilfs­an­trag

Haupt- und Hilfs­an­trag dür­fen sich, ohne dass dar­in bereits ein Ver­stoß gegen die Wahr­heits­pflicht zu erbli­cken wäre, in der Begrün­dung wider­spre­chen oder gegen­sei­tig aus­schlie­ßen 2.

Die nach­träg­li­che Gel­tend­ma­chung eines Hilfs­an­trags ist eine objek­ti­ve Kla­ge­häu­fung, auf die die Vor­schrif­ten über die Kla­ge­än­de­rung nach §§ 533, 263, 264 ZPO ent­spre­chend anwend­bar sind 3. Über die Zuläs­sig­keit der Kla­ge­än­de­rung in der Beru­fungs­in­stanz ist auch im Revi­si­ons­ver­fah­ren nach dem Maß­stab des § 533 ZPO zu ent­schei­den 4.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 14. Juni 2017 – 10 AZR 308/​15

  1. vgl. BGH 10.07.1975 – III ZR 28/​73, zu I 1 der Grün­de[]
  2. vgl. BGH 4.07.2014 – V ZR 298/​13, Rn. 16 mwN[]
  3. BGH 22.01.2015 – I ZR 127/​13, Rn. 13[]
  4. vgl. BAG 12.07.2016 – 9 AZR 51/​15, Rn. 44[]