Indi­zi­en­be­weis

Der Indi­zi­en­be­weis bezieht sich auf Hilfs­tat­sa­chen – meist Indiz oder Indi­z­tat­sa­chen, aber auch Anzei­chen genannt , die erst durch ihr Zusam­men­wir­ken mit ande­ren Tat­sa­chen den Schluss auf das Vor­lie­gen eines Tat­be­stands­merk­mals recht­fer­ti­gen sol­len.

Indi­zi­en­be­weis

Ein Indi­zi­en­be­weis ist über­zeu­gungs­kräf­tig, wenn ande­re Schlüs­se aus den Indi­z­tat­sa­chen ernst­lich nicht in Betracht kom­men. Bei einem Indi­zi­en­be­weis darf und muss der Rich­ter daher vor der Beweis­erhe­bung prü­fen, ob der Indi­zi­en­be­weis schlüs­sig ist, ob also die Gesamt­heit aller vor­ge­tra­ge­nen Indi­zi­en – ihre Rich­tig­keit unter­stellt – ihn von der Wahr­heit der Haupt­tat­sa­che über­zeu­gen wür­de [1].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 22. März 2016 – VI ZR 163/​14

  1. BGH, Urteil vom 17.02.1970 – III ZR 139/​67, BGHZ 53, 245, 260 f.[]