Kei­ne Aus­schluss­frist nach der Flug­gast­rech­te­VO

Auf Ansprü­che auf Aus­gleichs­zah­lun­gen nach der Flug­gast­rech­te­ver­ord­nung [1] ist die Aus­schluss­frist des Art. 35 Abs. 1 des Mont­rea­ler Über­ein­kom­mens weder unmit­tel­bar noch ent­spre­chend anzu­wen­den. Sol­che Ansprü­che unter­lie­gen, wenn deut­sches Sach­recht anwend­bar ist, viel­mehr der drei­jäh­ri­gen Regel­ver­jäh­rung nach § 195 BGB.

Kei­ne Aus­schluss­frist nach der Flug­gast­rech­te­VO

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 10. Dezem­ber 2009 – Xa ZR 61/​09

  1. Verord-nung (EG) Nr. 261/​2004 des Euro­päi­schen Par­la­ments und des Rates über eine gemein­sa­me Rege­lung für Aus­gleichs- und Unter­stüt­zungs­leis­tun­gen für Flug­gäs­te im Fall der Nicht­be­för­de­rung und bei Annul­lie­rung oder gro­ßer Ver­spä­tung von Flü­gen und zur Auf­he­bung der Ver­ord­nung (EWG) Nr. 295/​91, ABl. 2004 Nr. L 46 S. 1[]