Kei­ne Rechts­be­schwer­de im Pro­zess­kos­ten­hil­fe­be­wil­li­gungs­ver­fah­ren

Gemäß § 574 Abs. 1 Satz 1 ZPO ist gegen einen Beschluss die Rechts­be­schwer­de statt­haft, wenn dies im Gesetz aus­drück­lich bestimmt ist oder wenn sie in dem Beschluss zuge­las­sen wor­den ist.

Kei­ne Rechts­be­schwer­de im Pro­zess­kos­ten­hil­fe­be­wil­li­gungs­ver­fah­ren

Das Gesetz bestimmt nicht aus­drück­lich, dass im Pro­zess­kos­ten­hil­fe­Prü­fungs­ver­fah­ren die Rechts­be­schwer­de statt­haft ist (vgl. § 127 Abs. 2 Satz 2 Halb­satz 1 ZPO).

Hat auch das Beschwer­de­ge­richt in sei­nem Beschluss die Rechts­be­schwer­de nicht zuge­las­sen, ist die Nicht­zu­las­sung der Rechts­be­schwer­de im Gegen­satz zu den Rege­lun­gen der Revi­si­on (§ 544 ZPO) nicht anfecht­bar 1.

Der Weg einer außer­or­dent­li­chen Beschwer­de ist eben­falls nicht eröff­net 2 und ver­fas­sungs­recht­lich auch nicht gebo­ten 3.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 11. Sep­tem­ber 2019 – IX ZA 15/​19

  1. BGH, Beschluss vom 10.01.2008 – IX ZB 109/​07, WuM 2008, 113[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 07.03.2002 – IX ZB 11/​02, BGHZ 150, 133, 135 ff[]
  3. BVerfGE 107, 395 ff[]