Kei­ne Wahl­wer­bung mit Sar­ra­zin

Auch im Wahl­kampf ist nicht jedes Argu­ment erlaubt:

Kei­ne Wahl­wer­bung mit Sar­ra­zin

Der frü­he­re Ber­li­ner Finanz­se­na­tor Thi­lo Sar­ra­zin hat vor dem Land­ge­richt Ber­lin eine einst­wei­li­ge Ver­fü­gung gegen den Ber­li­ner Lan­des­ver­band der NPD erwirkt. Mit dem Beschluss vom 26. April 2011 hat das Land­ge­richt der NPD unter­sagt, Zita­te von Sar­ra­zin und sei­nen Namen im Rah­men ihrer Wahl­wer­bung zu ver­wen­den. Zur Begrün­dung für den Antrag im Eil­ver­fah­ren hat­te Sar­ra­zin sich dar­auf beru­fen, die NPD ver­tei­le im Wahl-kampf eine Post­kar­te an Ber­li­ner Haus­hal­te, auf der er nament­lich mit dem Satz zitiert wer­de: „Ich möch­te nicht, dass wir zu Frem­den im eige­nen Land wer­den“. Dadurch wer­de der unzu­tref­fen­de Ein­druck erweckt, er stel­le bewusst sei­nen Namen und sei­ne Wor­te für die NPD zur Ver­fü­gung.

Land­ge­richt Ber­lin, Beschluss vom 26. April 2011 – 27 O 274/​11