Kla­ge auf wie­der­keh­ren­de Ren­ten­leis­tun­gen – und der Streit­wert

Der auf die Zah­lung künf­ti­ger Ren­te gerich­te­te Antrag ist nach § 9 ZPO mit dem 3,5‑fachen Jah­res­wert anzu­set­zen.

Kla­ge auf wie­der­keh­ren­de Ren­ten­leis­tun­gen – und der Streit­wert

Dage­gen wer­den die erst nach Kla­ger­he­bung fäl­lig gewor­de­nen Beträ­ge, gleich ob sie bezif­fert zum Gegen­stand eines beson­de­ren Antrags gemacht wor­den sind oder nicht, nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs bei einer auf wie­der­keh­ren­de Leis­tun­gen gerich­te­ten Kla­ge in kei­ner Instanz streit­wert- oder beschwer­er­hö­hend berück­sich­tigt [1].

Auch die Bewer­tung eines Antrags auf Frei­stel­lung von der künf­ti­gen Bei­trags­zah­lungs­pflicht für die Lebens­ver­si­che­rung und die Berufs­un­fä­hig­keits-Zusatz­ver­si­che­rung rich­tet sich nach § 9 ZPO. Da es sich um einen nega­ti­ven Fest­stel­lungs­aus­spruch han­delt, ist kein Abschlag vor­zu­neh­men [2].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 8. Juli 2020 – IV ZR 7/​20

  1. BGH, Beschlüs­se vom 07.02.2007 – IV ZR 232/​03; vom 25.11.1998 – IV ZR 199/​98; vom 02.10.1996 – IV ZR 53/​96; BGH, Beschlüs­se vom 13.08.2015 – III ZR 142/​14; vom 25.06.2008 – II ZR 179/​07; vom 06.05.1960 – V ZR 148/​59, NJW 1960, 1459[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 07.02.2007 – IV ZR 232/​03 2; Rog­ler in Ernst/​Rogler, Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung Streitwert/​Gegen­stands­wert Rn. 3[]