Kla­ge aus eige­nen und hilfs­wei­se aus abge­tre­te­nem Recht

Macht der Klä­ger den Kla­ge­an­spruch pri­mär aus eige­nem Recht und nur hilfs­wei­se aus abge­tre­te­nem Recht gel­tend, ist die Kla­ge nicht bereits wegen alter­na­ti­ver Kla­ge­häu­fung unzu­läs­sig1. Viel­mehr liegt eine zuläs­si­ge Even­tu­al-Kla­ge­häu­fung vor.

Kla­ge aus eige­nen und hilfs­wei­se aus abge­tre­te­nem Recht

Die Gel­tend­ma­chung eines Anspruchs aus abge­tre­te­nem Recht stellt zwar auch bei ein­heit­li­chem Kla­ge­ziel einen ande­ren Streit­ge­gen­stand dar als die Gel­tend­ma­chung aus eige­nem Recht, weil der der Kla­ge zugrun­de geleg­te Lebens­sach­ver­halt im Kern geän­dert wird, wenn die Kla­ge statt auf eige­nes auf frem­des Recht gestützt wird2.

Dies ist jedoch nicht der Fall, soweit dem Vor­trag des Klä­gers zu ent­neh­men ist, dass er nicht eige­ne und abge­tre­te­ne Ansprü­che gleich­ran­gig neben­ein­an­der gel­tend macht (alter­na­ti­ve Kla­ge­häu­fung), son­dern (hier:) die Kla­ge in ers­ter Linie auf eige­ne und nur für den Fall, dass er nicht Fahr­zeu­ger­wer­ber gewor­den sein soll­te, also hilfs­wei­se, auf abge­tre­te­ne Ansprü­che sei­ner Mut­ter als Fahr­zeu­ger­wer­be­rin stützt (Even­tu­al-Kla­ge­häu­fung).

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 29. Juni 2021 – VI ZR 566/​19

  1. vgl. hier­zu BGH, Beschlüs­se vom 27.11.2013 – III ZR 371/​12 2; vom 24.03.2011 – I ZR 108/​09, BGHZ 189, 56 Rn. 6 ff. – TÜV[]
  2. vgl. BGH, Urteil vom 27.09.2006 – VIII ZR 19/​04, NJW 2007, 2414 Rn. 8 mwN[]

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