Kla­ge­ab­wei­sung wegen feh­len­der Fäl­lig­keit – und die Rechts­kraft­wir­kung

Soweit ein Gericht bereits über die Erfül­lung der Vor­aus­set­zun­gen des kla­ge­wei­se gel­tend gemach­ten Anspruchs ent­schie­den hat, sind sie Teil des in Rechts­kraft erwach­sen­den Ent­schei­dungs­sat­zes und im jet­zi­gen Pro­zess einer erneu­ten recht­li­chen Wür­di­gung ent­zo­gen 1.

Kla­ge­ab­wei­sung wegen feh­len­der Fäl­lig­keit – und die Rechts­kraft­wir­kung

Hat das Gericht jedoch allein die Fäl­lig­keit des Anspruchs ver­neint, ist der Klä­ger trotz der Rechts­kraft des Urteils nicht an der erneu­ten kla­ge­wei­sen Gel­tend­ma­chung des­sel­ben Anspruchs mit der Begrün­dung gehin­dert, das bis­her feh­len­de Tat­be­stands­merk­mal sei nun gege­ben 2.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 27. Febru­ar 2019 – 10 AZR 340/​18

  1. vgl. BGH 7.09.2017 – III ZR 618/​16, Rn. 23, BGHZ 215, 344; 28.07.2011 – VII ZR 180/​10, Rn. 12; Zöller/​Vollkommer ZPO 32. Aufl. Vor § 322 Rn. 58[]
  2. vgl. BGH 15.05.2018 – II ZR 92/​16, Rn. 34 mwN[]