Kon­klu­den­te Kla­ge­rück­nah­me

Eine (teil­wei­se) Antrags­rück­nah­me gemäß § 113 Abs. 1 Satz 2 FamFG i.V.m. § 269 ZPO kann eben­so wie die nach münd­li­cher Ver­hand­lung erfor­der­li­che Ein­wil­li­gung der Gegen­sei­te kon­klu­dent erklärt wer­den 1.

Kon­klu­den­te Kla­ge­rück­nah­me

Die Annah­me einer nicht aus­drück­lich erklär­ten Kla­ge- bzw. Antrags­rück­nah­me setzt aller­dings vor­aus, dass das Ver­hal­ten der Par­tei bzw. des Betei­lig­ten den Wil­len zur Rück­nah­me ein­deu­tig und unzwei­fel­haft ergibt 2.

Ob dem so ist, ergibt sich aus den Umstän­den des kon­kre­ten Ver­fah­rens.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 13. April 2016 – XII ZB 578/​14

  1. BGH Urteil vom 22.05.1989 – VIII ZR 129/​88 , NJW-RR 1989, 1276, 1277; OLG Koblenz Urteil vom 11.07.2002 – 5 U 291/​01 6 ff.; Münch­Komm-ZPO/­Be­cker-Eber­hard 4. Aufl. § 269 Rn.19 u. 29[]
  2. BGH Urteil vom 22.05.1989 – VIII ZR 129/​88 , NJW-RR 1989, 1276, 1277[]