Kos­te­ner­in­ne­rung – aber nicht per eMail

Die nach § 66 Abs. 1 GKG statt­haf­te Erin­ne­rung gegen den Kos­ten­an­satz vom 13.02.2015 ist unzu­läs­sig, wenn sie nicht den Form­erfor­der­nis­sen des § 66 Abs. 5 Satz 1 GKG ent­spricht.

Kos­te­ner­in­ne­rung – aber nicht per eMail

Danach müs­sen Anträ­ge und Erklä­run­gen schrift­lich ein­ge­reicht oder zu Pro­to­koll der Geschäfts­stel­le abge­ge­ben wer­den.

Die­sen Anfor­de­run­gen genügt im hier ent­schie­de­nen Fall die E‑Mail des Beschwer­de­füh­rers (hier: vom Febru­ar 2015), mit der er sei­ne Erin­ne­rung ange­bracht hat, nicht:

Sie trägt weder eine in Kopie wie­der­ge­ge­be­ne Unter­schrift, noch ist sie mit einer qua­li­fi­zier­ten Signa­tur nach dem Signa­tur­ge­setz ver­se­hen, was ent­ge­gen dem Wort­laut des nach § 5a GKG anwend­ba­ren § 130a Abs. 1 Satz 2 ZPO ein zwin­gen­des Form­erfor­der­nis ist 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 22. Sep­tem­ber 2016 – 4 StR 510/​14

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 08.06.2015 – – IX ZB 52/​14, NJW-RR 2015, 1209; Beschluss vom 24.11.2014 – – IX ZB 63/​14; Beschluss vom 14.05.2013 – – VI ZB 7/​13, BGHZ 197, 209 Rn. 7 jeweils mwN[]