Kos­ten­fest­set­zung – und die Maß­geb­lich­keit der Kos­ten­grund­ent­schei­dung

Nach § 103 Abs. 1 ZPO kann der Anspruch auf Erstat­tung der Pro­zess­kos­ten nur gegen der­je­ni­gen gel­tend gemacht wer­den, wel­chen die Kos­ten­grund­ent­schei­dung als Schuld­ner des pro­zes­sua­len Kos­ten­er­stat­tungs­an­spruchs benennt.

Kos­ten­fest­set­zung – und die Maß­geb­lich­keit der Kos­ten­grund­ent­schei­dung

Das Kos­ten­fest­set­zungs­ver­fah­ren baut als Höhe­ver­fah­ren auf der bin­den­den Kos­ten­grund­ent­schei­dung auf. Die­se ist für den Rechts­pfle­ger bin­dend, mag sie auch falsch sein. Er darf sie nur im Rah­men der all­ge­mei­nen Grund­sät­ze aus­le­gen, ist hier­zu aber auch ver­pflich­tet. Er muss betrags­mä­ßig umset­zen, was in der Kos­ten­grund­ent­schei­dung fest­ge­legt ist [1].

Im Kos­ten­fest­set­zungs­ver­fah­ren antrags­be­fugt ist jeder, den die Kos­ten­grund­ent­schei­dung als Kos­t­en­gläu­bi­ger aus­weist.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 18. Mai 2017 – IX ZB 79/​16

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 09.10.2008 – VII ZB 43/​08, NJW 2009, 233 Rn. 9; Beck­OK-ZPO/­Jas­per­sen, 2017, § 103 Rn. 3; § 104 Rn. 23[]