Kos­ten­grund­ent­schei­dung nach Erle­di­gung – und die grund­sätz­li­che Rechts­fra­ge

Es ist nicht Zweck einer Ent­schei­dung über die Kos­ten des Rechts­streits nach § 91a ZPO ist, Rechts­fra­gen von grund­sätz­li­cher Bedeu­tung zu klä­ren, soweit es um Fra­gen des mate­ri­el­len Rechts geht.

Kos­ten­grund­ent­schei­dung nach Erle­di­gung – und die grund­sätz­li­che Rechts­fra­ge

Grund­la­ge der Ent­schei­dung ist ledig­lich eine sum­ma­ri­sche Prü­fung, bei der das Gericht grund­sätz­lich davon abse­hen kann, in einer recht­lich schwie­ri­gen Sache nur wegen der Ver­ur­tei­lung der Kos­ten alle für den hypo­the­ti­schen Aus­gang bedeut­sa­men Rechts­fra­gen zu klä­ren [1].

Für die Klä­rung einer der­ar­ti­gen, schwie­ri­gen Fra­ge des mate­ri­el­len Rechts im Rah­men einer Kos­ten­ent­schei­dung gemäß § 91a ZPO ist von vorn­her­ein kein Raum.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 15. Juli 2020 – IV ZB 11/​20

  1. BGH, Urteil vom 18.04.2013 – III ZR 156/​12, BGHZ 197, 147 Rn. 13; Beschlüs­se vom 07.02.2018 – VII ZB 28/​17 10; vom 28.10.2008 – VIII ZB 28/​08, NJW ‑RR 2009, 422 5; Zöller/​Althammer, ZPO 33. Aufl. § 91a Rn. 27[]