Kün­di­gung eines Bank-Giro­ver­tra­ges

Die Teil­kün­di­gung ein­zel­ner Leis­tungs­ele­men­te eines zu bank­üb­li­chen Bedin­gun­gen geschlos­se-nen Giro­ver­tra­ges, etwa das Abbu­chen von Last­schrif­ten, das Aus­füh­ren von Dau­er­auf­trä­gen und die Bear­bei­tung von in Bank­brief­käs­ten ein­ge­wor­fe­nen Über­wei­sun­gen, ist unzu­läs­sig, weil durch sie ein­sei­tig der Inhalt des Ver­tra­ges ver­än­dert wer­den soll, ohne dass es sich bei den gekün­dig­ten Leis­tun­gen um abtrenn­ba­re Geschäfts­be­zie­hun­gen im Sin­ne von Nr. 19 Abs. 1 Satz 1 AGB-Ban­ken han­delt.

Kün­di­gung eines Bank-Giro­ver­tra­ges

Der geson­dert zum Giro­ver­trag abge­schlos­se­ne Bank­kar­ten­ver­trag, der dem Bank­kun­den die Nut­zung einer Bank-/EC-Kar­te mit PIN ermög­licht, wird nicht durch den Ablauf des Gül­tig­keits­da­tums der aus­ge­ge­be­nen Kar­te auto­ma­tisch been­det; er kann aber unab­hän­gig vom Giro­ver­trag gekün­digt wer­den.

BGH, Urteil vom 8. Novem­ber 2005 – XI ZR 74/​05