Kumu­la­ti­ve Gesamt­kau­sa­li­tät – oder Dop­pel­kau­sa­li­tät?

Die kumu­la­ti­ve Gesamt­kau­sa­li­tät betrifft die Fra­ge des Zurech­nungs­zu­sam­men­hangs zwi­schen Pflicht­ver­let­zung und Scha­den, wenn ein Scha­den haf­tungs­recht­lich auf meh­re­ren Ursa­chen beruht, die von ver­schie­de­nen Per­so­nen gesetzt wor­den sind 1.

Kumu­la­ti­ve Gesamt­kau­sa­li­tät – oder Dop­pel­kau­sa­li­tät?

Eine Dop­pel­kau­sa­li­tät wird ange­nom­men, wenn zwei Umstän­de einen Scha­den ver­ur­sa­chen und jeder für sich allein aus­ge­reicht hät­te, den gan­zen Scha­den zu ver­ur­sa­chen. Dann sind bei­de Umstän­de als ursäch­lich zu behan­deln. Dafür ist nicht erfor­der­lich, dass die Schä­di­gung durch zwei ver­schie­de­ne Per­so­nen erfolgt. Es genügt, wenn eine Per­son zwei Ursa­chen setzt, wel­che jede für sich den vol­len Scha­den her­bei­ge­führt hät­te 2.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 26. Juli 2016 – 1 AZR 160/​14

  1. vgl. etwa BGH 18.12 2008 – IX ZR 179/​07, Rn.19 f.[]
  2. BGH 4.04.2014 – V ZR 275/​12, Rn. 16, BGHZ 200, 350[]